01.07.2026

TEXOVERSUM Studierende präsentieren erfolgreiche Modeinszenierung in der Kunsthalle Tübingen

Studentische Entwürfe im künstlerischen Kontext von Alex Katz

Studierende der TEXOVERSUM Fakultät Textil präsentieren ihre Entwürfe im Dialog mit der Ausstellung „ALEX KATZ. DANCING WITH REALITY“ in der Kunsthalle Tübingen. Foto: Hochschule Reutlingen

Mit einer eindrucksvollen Präsentation ihrer Modeentwürfe überzeugten Studierende des Studiengangs Fashion & Textile Design mit Schwerpunkt Modedesign an der TEXOVERSUM Fakultät Textil der Hochschule Reutlingen am vergangenen Wochenende in der Kunsthalle Tübingen. Die Veranstaltung entstand als Kooperationsprojekt mit der Kunsthalle Tübingen und fand im Rahmen der Ausstellung „ALEX KATZ. DANCING WITH REALITY“ statt.

Ein Semester lang setzten sich die Studierenden intensiv mit den Werken des US-amerikanischen Künstlers Alex Katz auseinander. Die daraus entstandenen Kollektionen wurden im Rahmen einer studiumsrelevanten Zwischenpräsentation erstmals öffentlich gezeigt und inmitten der Ausstellung inszeniert, wo sie in einen unmittelbaren Dialog mit den großformatigen, farbintensiven Arbeiten des Künstlers traten. Katz, einer der einflussreichsten Maler der Nachkriegszeit, prägte mit seiner reduzierten Bildsprache zwischen Malerei, Film und Werbung eine eigenständige visuelle Ästhetik, die den Ausgangspunkt für die gestalterischen Auseinandersetzungen bildete.

Ausgehend von Katz’ transzendentalem Realismus haben die Studierenden seine Bildwelt über eine bloße „Übersetzung“ oder Illustration hinaus weitergedacht. Sie nutzten sie als Ausgangspunkt – nicht als Vorlage, sondern als Einladung, eigene Gedanken, Körperbilder und textile Welten entstehen zu lassen. Das studentische Konzept transformiert flüchtige Alltagsmomente in modische Inszenierungen: Kleidung wird zur Fläche, Farbe zum Ereignis und der Körper zum Träger eines präzise komponierten Augenblicks. Die Entwürfe verstehen sich als Momentaufnahmen, die Licht, Atmosphäre und Bewegung in eine eigenständige visuelle Sprache überführen.

„Die Arbeiten unserer Studierenden zeigen eindrucksvoll, wie intensiv sich Mode mit Kunst auseinandersetzen kann. Besonders beeindruckend ist, wie die Studierenden Farbe, Silhouette und Körper als erzählerische Mittel nutzen und damit einen eigenständigen Dialog mit den Werken von Katz eröffnen“, so Prof. Natalie Seng, Studiendekanin Fashion & Textile Design.

Auch seitens der Kunsthalle wurde die Zusammenarbeit als bereichernd wahrgenommen: „Die ausgestellten Modeentwürfe der Studierenden verstehen wir als choreografiertes Echo zur Ausstellung von Alex Katz. Sie erweitern die Resonanzsphäre der Werke des amerikanischen Künstlers und lassen die Besucherinnen und Besucher den Raum und sich selber intensiver wahrnehmen“, ergänzt Dr. Nicole Fritz, Direktorin der Kunsthalle Tübingen.

An dem Projekt beteiligt waren die Studierenden Joana Arikan, Anouk Felger, Greta Jentschke, Henrie Kaufmann, Alessa Keppler, Melda Kilinc, Anna-Maria Roussou, Samuela Schmid, Yasmin Sutrisno, Mira Swatschek und Clara Tan, die jeweils individuelle gestalterische Positionen entwickelten. Betreut wurde das Projekt von Prof. Natalie Seng, Friederike Ortlieb und Jelena Kiefer.

Die Präsentation stieß auf große Resonanz bei Besucherinnen und Besuchern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Kunst und Design und unterstreicht die Relevanz interdisziplinärer Ansätze in der Ausbildung. Aufgrund des großen Interesses wurde die Präsentation über den Veranstaltungstag hinaus verlängert und war auch am darauffolgenden Wochenende in der Kunsthalle Tübingen zu sehen.

Das Projekt ist Teil der Ausstellung „ALEX KATZ. DANCING WITH REALITY“, die noch bis zum 13. September 2026 in der Kunsthalle Tübingen gezeigt wird.

 

Bereits in den kommenden Tagen folgt der nächste öffentliche Auftritt des Studiengangs: Die Graduierten zeigen ihre Abschlusskollektionen am Freitag, 3. Juli 2026, im Rahmen der Neo.Fashion als Bestandteil der Berlin Fashion Week.

Die Show wird zudem über einen YouTube-Livestream übertragen.