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„Diese Pandemie kennt keine Grenzen“ (Tomas Tobé)

Die Pandemie erschwert momentan das Leben aller Menschen. Ganz besonders gefährdet sind aber Menschen in den ärmsten Ländern dieser Welt. Der indische Staat ist mit einer Bevölkerungszahl von über 1,39 Milliarden (Stand 2020) nach der Volksrepublik China das zweitbevölkerungsreichste Land der Welt. In Indien gibt es laut Schätzungen mehr als 200.000 Slums und wieder schätzt man, dass etwa 41 Prozent der Bevölkerung in diesen Slums leben, arbeiten und zur Schule gehen müssen.  Die Slums werden von unhygienischen Bedingungen beherrscht. Das führt dazu, dass sich die Ansteckungsgefahr mit dem Covid-19-Virus deutlich erhöht. Menschen, die in den Slums leben, haben meist kein eigenes Badezimmer, keine eigene Toilette, kein fließendes Wasser und leben mit mehreren auf sehr enger Wohnfläche zusammen. Hier bringen das regelmäßige Händewaschen und die Anordnung, die Zeit zu Hause zu verbringen, relativ wenig. Außerdem ist das Social Distancing durch die dicht aneinander gebauten Wohnungen in den Slums unmöglich. Zum Schutz der Bevölkerung ordnete der Premierminister Indiens Narendra Modi eine Ausgangssperre von mehreren Wochen an. Damit galt diese Ausgangssperre in Indien als das größte soziale Experiment der Welt. Leider konnten viele Arme die Ausgangssperre kaum einhalten. Grund dafür ist die Angst der Wandarbeiterfamilien, die wieder zurück ins Dorf wollen, weil sie besorgt sind eher an einem Mangel von Lebensmitteln zu verhungern, als an den Folgen des Virus zu sterben.

Aber auch andere Regionen sind diesen Problemen stark unterworfen. So haben zum Beispiel Menschen in afrikanischen Ländern mit einem Mangel an medizinischem Personal und Krankenhäusern zu kämpfen. Die Ärzte und Pflegekräfte sind überfordert und es mangelt stark an Intensivstationen, Schutzmasken, Schutzkleidungen, Ressourcen und einem guten Gesundheitssystem. Zum Vergleich sind in Italien, trotz eines stabilen Gesundheitssystems, deutlich mehr Menschen mit dem Virus infiziert und auch ums Leben gekommen als in Indien oder bestimmten Regionen Afrikas. Das macht nochmal deutlich, dass es in solchen Ländern, in denen es stark an Ressourcen mangelt, relativ schwierig ist, das Virus einzudämmen und die Ausbreitung zu kontrollieren. Das alltägliche Leben hat sich auch für Menschen und Länder in finanzieller Not stark verändert. Es wurden Schulen, Grenzen, Cafés und Restaurants geschlossen und Veranstaltungen gestoppt.

Unabhängig davon, wie die finanzielle Stabilität der jeweiligen Länder ist, sind wir dennoch alle denselben Problemen und Sorgen unterworfen. Der einzige Unterschied liegt allerdings darin, dass Menschen in armen Ländern auf die Hilfe und Unterstützung durch andere angewiesen sind. Die Gesellschaft ist sich bewusst, dass die Coronakrise eine gesellschaftliche Krise ist. Viele Menschen, Unternehmen, Museen und andere Einrichtungen sind solidarisch aktiv. Jeder tut was er tun kann, so werden beispielsweise selbstgenähte Masken gespendet, Hilfsgelder gesammelt oder einfach nur Solidarität gezeigt. Die Europäische Union hat offiziell mit mehr als 20 Milliarden Euro vom Virus stark betroffene arme Länder und ihre Bedürftigsten unterstützt. Das zeigt, dass Solidarität nicht an den Grenzen enden sollte, denn eine Pandemie kennt keine Grenzen.

Von: Serap Yardimci

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