02.07.2019 | News

Musikalische Vielfalt beim Sommerkonzert der Hochschule

Fotos: Hochschule Reutlingen/Scheuring

von: Christoph Grohsmann

Beim diesjährigen Sommerkonzert der Hochschule nahmen Konrad Heinz und sein Orchester ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Russland (von der Steppe über Polka hin zum Walzer). Das Motto des Abends lautete „Russische Musik“, mit Werken von Rachmaninoff, Borodin und Igor Stravinsky. 

„Es freut mich, dass trotz der tropischen Temperaturen draußen das Sommerkonzert heute so gut besucht ist“, begrüßte der Senatsbeauftragte für Kultur Prof. Henning Eichinger die rund 150 Gäste in der vollbesetzten Aula und freute sich zusammen mit den Zuhörerinnen und Zuhörern auf ein abwechslungsreiches Programm.

Konrad Heinz, der das Hochschulorchester seit nunmehr sechs Jahren mit großem Engagement leitet und dirigiert, versprach den Zuhörern eine Reise durch die russische Kultur und ihre klassische Musik. Das gesamte Hochschulorchester sorgte trotz Hitze für ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser aus Wodkaflaschen. 

Der Konzertabend startete mit dem Stück „Eine Steppenskizze aus Mittelasien“ von Alexander Borodin, das eine harmonische Mischung aus orientalischen und russischen Klängen bildete. Einen tiefen Einblick in die russische Seele bot das „Klavierkonzert Nr. 2“ aus dem 2. Satz Adagio von Dmitri Schostakowitsch. Das Hochschulorchester begleitete dabei den Klavierspieler Alexander Härle. Die zu Beginn gedämpfte resignierende Stimmung wandelte sich im Laufe des Stückes zu einer erfreulichen, lebensfrohen Atmosphäre, die für die Zuhörerinnen und Zuhörer spürbar war.

Igor Strawinsky‘s „Suite Nr. 2“ sorgte für großen musikalischen Spaß, denn alltägliche Situationen, wie das Marschieren eines Soldaten wurden durch musikalische Höhepunkte ins Groteske gezogen. Dabei sorgten die bewusst gesetzten Pausen für eine dynamische Spannung und luden zum Wippen ein. Die Sopranistin Anne Mundig begeisterte das Publikum mit ihren stimmlich hohen Tönen in dem Stück „Die Nachtigall“ von Alexander Alabieff. Besonders herausragend war die Harmonie zwischen dem Orchester und der Solistin.

Im letzten Werk des Abends, dem "Walzer Nr. 2" aus der Suite für Varieté-Orchester des Komponisten Dmitri Schostakowitsch, hielt es schließlich auch die letzten Zuhörerinnen und Zuhörer nicht länger ruhig auf dem Sitzplatz. Das weltweit bekannte Stück, das mit seinen Jazz-Elementen überzeugt, wurde nach begeistertem Applaus in Teilen nochmals als Zugabe gespielt.  

Der Orchesterleiter bedankte sich nach der gelungenen Veranstaltung besonders bei seinem Orchester, in dem die Studierenden, Lehrenden und externen Musiker trotz vieler anderer Verpflichtungen doch immer wieder die Zeit zum gemeinsamen Musizieren finden.

Prof. Henning Eichinger resümiert das Konzert: „Das Publikum ließ sich schnell von ‚seinem‘ Orchester und dem Leiter Konrad Heinz begeistern. Beeindruckend war auch die Sopranistin Anne Munding, die uns in dem Stück ‚Die Nachtigall‘ in ungeahnte stimmliche Höhen entführte.“

Und wem der Abend gefallen hat, der kann sich gerne schon das nächste Konzert des Hochschulorchesters vormerken: am 11. Dezember 2019 findet zusammen mit dem Chor „d’aChor“ des Reutlinger Liederkranzes das Weihnachtskonzert der Hochschule Reutlingen statt.