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Tandembörse

Sprachtandems sind eine etwas andere - aber effiziente - Form des Spracherwerbs. Dabei haben Sie die Möglichkeit, eine Fremdsprache Ihrer Wahl mit einem Partner zu lernen. In einem Sprachtandem treffen sich zwei Personen mit verschiedenen Muttersprachen, um von- und miteinander die jeweils andere Sprache zu lernen. Zum Beispiel: eine Französin, die Deutsch lernen möchte, trifft eine Deutsche, die Französisch lernen möchte. So lernt man die Sprache durch Anwendung, im Gespräch mit dem Tandempartner.

Wer kann mitmachen?

Alle Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden der Hochschule, die eine neue Fremdsprache lernen oder ihre vorhandenen Kenntnisse auffrischen möchten, können am Tandem-Programm teilnehmen.

Wichtige Hinweise und Tipps

Tandemprinzipien
Grundsätzlich gibt es keine zwingenden Regeln im Sprachtandem, aber 2 Prinzipien, die man beachten sollte:

  1. Gegenseitigkeitsprinzip:
    Sprachtandems beruhen auf Gegenseitigkeit. Beide Partner sollten im gleichen Maß von der Tandemarbeit profitieren können. Achten Sie also darauf, dass beide Tandempartner ungefähr gleich viel Sprechzeit haben.
  2. Lernerautonomieprinzip:
    Jeder Tandempartner ist selbst für seine Lernfortschritte verantwortlich. Machen Sie sich selbst und Ihrem Partner klar, warum Sie die andere Sprache lernen wollen und was genau Sie lernen oder üben wollen. Ein Partner möchte lernen, Spanisch im Urlaub sprechen zu können, der andere benötigt Hilfe bei einer deutschen Hausaufgabe, bei Bewerbungen oder bei der Vorbereitung auf eine Sprachprüfung.
    Bedenken Sie aber: Tandempartner sind zwar Muttersprachler – aber keine ausgebildeten Sprachlehrer! Sie kennen die Regeln ihrer eigenen Sprache nicht unbedingt. Verlangen Sie also nicht zu viel von Ihrem Tandempartner.

Tipps und Ideen für Tandempartner: Legen Sie mit Ihrem Tandempartner Regeln für Ihr Tandem fest:

Wo, wann und wie lange?
Wie viel Zeit wollen und können Sie investieren? Sprechen Sie sich mit Ihrem Tandempartner ab, wie oft, wie lange und wann Sie sich treffen. Erfahrungsgemäß ist es am besten, sich regelmäßig zu treffen – vor allem am Anfang. Ideal ist ein fester Termin pro Woche (ca. zwei Stunden). Halten Sie die Termine möglichst ein. Wenn Sie keine Zeit haben, informieren Sie Ihren Partner rechtzeitig.

  • Wichtig ist, für jede Sprache ungefähr gleich viel Zeit einzuplanen (z.B. jeweils 45 Minuten pro Sprache).
  • Für die ersten Treffen eignet sich ein neutraler Ort (Mensa, Café, Sitzecke etc.), an dem Sie sich ungestört unterhalten können.
  • Bereiten Sie sich auf die Treffen vor. Sie können Bücher, Zeitschriften, Musik, eine Bewerbung oder eine Aufgabe aus dem Studium zum Treffen mitbringen.
  • Für welchen Zeitraum suchen Sie einen Tandempartner? (Übrigens: Sprachtandems können auch über E-Mail, Skype o.ä. fortgeführt werden.)

Was?
Welche Erwartungen haben Sie an das Tandem? Sprechen Sie mit Ihrem Tandempartner über Ihre Wünsche und Lernziele. Überlegen Sie sich:

  • Mit welchem Ziel möchten Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern? (Studium, Reisen, Beruf...)
  • Welche sprachlichen Fähigkeiten möchten Sie besonders üben? (in der Fremdsprache sprechen, Texte lesen und verstehen, den Wortschatz erweitern, die andere Kultur besser kennenlernen ..)
  • Wie lernen Sie am besten? (durch Sprechen, Hören, Sehen ...)
    Welche Themenbereiche interessieren Sie?
    Bei welchen Aufgaben soll der Tandempartner helfen? (Referat, Bewerbung ...)
  • Wie möchten Sie korrigiert werden?

Themenvorschläge und Aufgaben zum Tandem (in mehreren Sprachen) finden Sie unter folgenden Links:

Sie können auch gemeinsam etwas unternehmen, zum Beispiel:

  • ins Kino, Theater oder Konzert gehen
  • Sport treiben (Joggen, Schwimmen, Rad fahren,…)
  • einen Ausflug machen (nach Stuttgart, München, usw.)
  • ins Restaurant oder in die Kneipe gehen

Was, wenn ich keinen Tandempartner gefunden habe?

Tandeminteressenten, die keine Tandempartnerin oder keinen Tandempartner gefunden haben, können sich auch auf der Online-Tandembörse The Mixxer – Language Exchange for Everyone registrieren.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum Tandemprogramm haben, senden Sie uns eine Mail an: Tandem@dont-want-spam.Reutlingen-University.de.

Anmeldung

  • Wenn Sie einen Tandempartner möchten, füllen Sie das Online-Anmeldeformular aus.
  • Wenn wir einen Tandempartner für Sie gefunden haben, melden wir uns bei Ihnen. Wir bemühen uns, alle Interessenten schnellstmöglich zu vermitteln, können aber nicht garantieren, dass wir einen Partner für Sie finden.
  • Wenn Sie Fragen zum Tandem-Programm haben, können Sie uns gerne eine E-Mail senden.
  • Hier geht's zur ANMELDUNG

Gesuchte Tandempartner

Stand: Oktober 2021

Im Wintersemester 2021 konnten wir bereits 7 Tandempaare vermitteln. In der folgenden Übersicht finden Sie aktuell gesuchte Tandemkombinationen.

Deutsch sucht Fremdsprache
SucheAnzahl
Englisch2
Französisch3
Japanisch2
Koreanisch2
Russisch2
Schwedisch2
Spanisch4

 

 

Fremdsprache sucht Deutsch
SpracheAnzahl
Arabisch3
Chinesisch3
Hebräisch1
Persisch1
Thailändisch1
Urdu1
Polnisch1
Türkisch1

 

Fremdsprache sucht Fremdsprache
Biete SpracheSuche SpracheAnzahl
ArabischFranzösisch1
ChinesischKoreanisch1
ChinesischJapanisch1
PolnischSpanisch2
UngarischFranzösisch1
SpanischFranzösisch1

Erfahrungsberichte

Von Alberto Saucedo: Dieses Semester habe ich in dem Tandem-Programm mit meiner französischen Freundin Hélène. Wir haben zuerst uns kennenglernt, als wir zusammen in einer Wanderung, die bei dem Students4Students Programm organisiert war, gegangen sind....(weiterlesen)

Dieses Semester habe ich in dem Tandem-Programm mit meiner französischen Freundin Hélène. Wir haben zuerst uns kennenglernt, als wir zusammen in einer Wanderung, die bei dem Students4Students Programm organisiert war, gegangen sind. Es gab eine Gruppe mit 5 Personen und wir ein bisschen über unsere Interessen für Fremdsprachen gesprochen. Hélène hat mir gesagt, da sie ein Austauschjahr im Spanien machen wird und ihr Spanisch verbessern wollte. Deswegen haben wir uns entschieden, in diesem Tandem-Programm zusammen mitteilen.

Hélène kommt ursprünglich von Nancy in Frankreich. Da hat sie ihr Abitur mit Schwerpunkten in Spanisch und Deutsch geschrieben. Sie hat sich entschieden, einen Doppelabschluss zu machen. Normalerweise kann man einen Doppelabschluss zwischen Frankreich und Deutschland machen, aber sie hat gefunden, dass es besser wäre, wenn sie einen Doppelabschluss zwischen Deutschland und Spanien machen würde.  Aus diesem Grund lebt sie von September 2020 bis Juli 2021 in Reutlingen. Sie studiert in dem „BSc. International Management Double Degree“ bzw. IMX Programm. Leider muss sie nächstes Semester ihr Praxissemester außerhalb von Reutlingen machen. Wir haben uns entschieden, viele Zeit zusammen zu verbringen, um die Sprachen zu üben und Spaß zu machen. Unsere Erwartungen waren neue Vokabeln lernen und auf die zweiten Sprachen reden. Für mich war es wichtig, die Sprache fortwährend üben, sodass ich meine Unterrichte besser verstehen könnte. Ich sollte verschiedene Kolloquien schreiben und Abschlusspräsentationen auch auf Deutsch machen. Für sie war es wichtig, auf Spanisch zu reden, da sie in der Zukunft zwei Jahren in Spanien leben wird. Ich kann ehrlich sagen, dass ich denke, dass unsere Erwartungen erfüllt sind.

Während des Semesters haben wir einmal oder zweimal pro Woche uns getroffen. Hélène hat viel Interesse für das mexikanische Essen. Normalerweise kochten wir zusammen oder tranken wir einen Tee. Ich muss sagen, dass unsere Freundschaft viel verbessert hat und wir uns ehrlich vertrauen. Wir haben nicht nur die Sprachen geübt, sondern auch über unsere Probleme gesprochen. In den nächsten Paragrafen erkläre ich, was wir in verschiedenen Meetings gemacht haben (aber nicht in allen).

Am 09.04.2021 haben wir unser erstes „mexikanischen Abendessen“ gemacht. Wir haben uns vorher getroffen, aber nur spontan. Für unser Abendessen haben wir über die typischen mexikanischen Essen gesprochen. Wir haben „pastel Azteca“ gekocht. Das ist ein traditionaler „Kuchen“, der mit Hähnchen, Käse und Tortillas gekocht wurde. Wir haben ziemlich viel Spaß gemacht und wir haben in beiden Sprachen gesprochen. Wir haben italienisches Essen am 13.04.2021 gekocht.

Am 17.04.2021 haben wir mit mehr Freunden uns getroffen. Wir haben selbstgemachten Gnocchi und einen kleinen Kuchen gekocht. Hier haben wir mehr internationalen Studenten kennengelernt. Was ich toll gefunden habe, ist das wir Uno auf Deutsch für das erste Mal gespielt haben. Natürlich gab es da auch Deutschen, die die Regeln des Spiels uns erklärt haben. Wir waren überrascht zu finden, dass es auf jedem Land verschieden Regeln oder Variationen gibt. Hier habe ich ein bisschen Vokabeln über Spiele gelernt. Ich denke, dass es viele Wörter oder Redewendungen gibt, dass man nicht in Kursen lernen kann, z.B. „du bist dran!“. Mit Reden und Spielen kann man viel lernen.

Wir haben uns für einen „Online Escape Room“, der von der RIO am 23.04.2021 organisiert wurde, angemeldet. Leider haben nur zwischen uns auf Deutsch und Spanisch gesprochen, da es mehr internationalen Student gab und wir sollten somit auf Englisch mit denen reden. Es war üblich, dass wenn wir uns bei mir getroffen haben, sind wir zusammen zu ihr gelaufen. Da haben wir viel gesprochen. Es war richtig eine gute Zeit. Auf dieser Nacht haben wir ein bisschen über Gefühle gesprochen. Ich habe ein bisschen mehr über deutschen Redewendungen, die Gefühle beschreiben, gelernt. Ich dachte, dass die Deutschen keinen Mittelpunkt zwischen „ich mag dich“ und „ich liebe dich“ hatten. Sie hat mir ein bisschen mehr über dieses Thema erklärt und ich habe ihr erklärt was die Mexikanischen normalerweise sagen.

Am nächsten Tag (24.04.2021), haben wir uns wiedergetroffen. Wir haben ein anderes mexikanisches Essen, das als „Chilaquiles“ genannt ist, gemacht. Hélène hat Apfelschorle mitgebracht und ich habe den gut gefunden. Die „Chilaquiles“ sind am meistens mit Hähnchen, Käse, Zwiebeln und frittierten Tortillas gekocht. Es war ein toller Abend und wir haben nur auf Deutsch gesprochen. Wir haben über unsere Hausaufgaben und was wir machen sollen gesprochen.  Wir haben auch am den nächsten Tag getroffen und Pizzen mit einem chinesischen Freund gegessen. Es war auch cool, weil er kaum Englisch spricht, und wir sollten auf Deutsch reden.

Am 07.05.2021 kochten wir für das erste Mal Tacos. Hier haben wir am meistens auf Spanisch gesprochen. Hier habe ich gelernt, dass Kochen immer ein guter Weg ist, um eine neue Sprache zu lernen. Ich musste schnell reden, damit das Essen nicht anbrannte. Wir haben das auf Deutsch wiederversucht und es hat am 11.05.2021 geklappt. Ich habe viele Wörter, die mit Essen zu tun haben, gelernt. Wir haben das vielmal im Mai gemacht.

Am Anfang Juni haben wir nicht so viel gesprochen, da ich nach Amsterdam ging und sie Prüfungen schreiben müssen. Trotzdem haben viel online geschrieben und die beiden Sprachen auf der schriftlichen Art geübt. Wir haben uns wieder vor ihrer Spanischprüfung getroffen, um zu weiderholen. Wir haben über allgemeine Wirtschaft gesprochen. Sie hat sie mit einer 1,7 bestanden. Ich war super stolz, als ich das gehört habe. Am 15.07.2021 gingen wir ins Restaurant mit solchen internationalen Studenten. Wir haben alles auf Deutsch gesprochen, weil wir Deutsch als Fremdsprache Klausuren auf diesem Zeitfenster hatten.

Hélène hat im Juli Geburtstag und wir wollen zusammen feiern. Sie muss jedoch zurück nach Frankreich am Ende Juni fahren. Am 18.07.2021 sind ihre besten Freundinnen aus Frankreich gekommen. Es war interessant, da nur eine auch Spanisch könnte, aber das beide Deutsch könnten. Deshalb haben wir am meistens auf Deutsch gesprochen. Am 19.07.2021 kochte unsere Freundin ein Geburtstagessen und wir haben zusammen gegessen und auch eine kleine Party gemacht. Wir haben viel Spaß gemacht und ich habe nette Leute kennengelernt. Das war ihre letzte Woche hier in Reutlingen. Leider konnten wir nicht so oft dann treffen, da ich noch Unterrichten und Gruppearbeiten hatte. Am 27.07.2021 sind sie nach Frankreich zurückgefahren. Insgesamt kann ich sagen, dass wir uns mindestens zwanzig Mal getroffen haben.

Ich kann ehrlich sagen, dass diese Meetings sehr gut mein Deutsch waren. Wir hatten keine Probleme und haben eine nette Freundschaft geformt. Am meistens habe ich mein sprachliches Deutsch verbessert. Anderseits hat sie ihr umgangssprachliches Spanisch verbessert und viele lateinamerikanischen (aus Mexiko) Redewendungen gelernt. Wir hatten eine Regel, indem wir gesagt haben, dass wenn jemand einen Fehler macht, könnte die andere Person das richtige Wort sagen. Es hat während des Semesters funktioniert und wir haben viele üblichen Fehler korrigiert. Aus diesem Grund kann ich sagen, dass das Tandem-Programm hat mir nicht mit meinem Deutsch viel geholfen, sondern auch eine neue Freundin zu machen. Trotzdem muss ich sagen, dass es nicht so viel mit dem Deutsch, das mit meinem Studium zu tun hat, geholfen hat, da ich Chemie studiere und „chemisches“ Deutsch ist nicht das einfachste.

Ich würde dieses Programm empfehlen. Ich habe die Empfehlung vorher an andere Leute gegeben, da ich denke, dass es ist einen guten Weg ist, um zu erreichen, was fast alle die internationalen Studenten wollen: unser Deutsch zu verbessern und coole Leute kennenzulernen!

"你好! Ich heiße Annika Klemz und studiere IFR an der Hochschule Reutlingen.
Bereits in meinem ersten Semester an der Hochschule Reutlingen wusste ich, dass sich meine Interessen stark auf Asien fokussieren."... (weiterlesen)

你好! Ich heiße Annika Klemz und studiere IFR an der Hochschule Reutlingen.

Bereits in meinem ersten Semester an der Hochschule Reutlingen wusste ich, dass sich meine Interessen stark auf Asien fokussieren. Durch Austauscherfahrungen in der Vergangenheit wollte ich unbedingt die chinesische Sprache erlernen, was im ersten Moment ziemlich unmöglich schien. Das Tandemprogramm des IfF war in diesem Moment die perfekte Lösung für mich. Innerhalb kürzester Zeit wurde ich vermittelt und Yilan nahm Kontakt zu mir auf.

Wir verabredeten uns zu wöchentlichen Treffen in der Bibliothek und im Wohnheim. Jeder bereitete kleine Aufgaben für den jeweils anderen vor und half bei Fragen zu anderen Themen. Zeitgleich zum Tandem besuchte ich an der Hochschule aufbauende Chinesisch-Kurse, an denen ich gut meine Weiterentwicklung in der chinesischen Sprache messen konnte. Drei Semester lang trafen Yilan und ich uns zum gemeinsamen Kochen, Essen gehen und Lernen. Wir tauschten nicht nur unsere Sprachen miteinander aus, sondern ebenso unsere Kulturen, Besonderheiten der Heimatländer und vertieften uns in Gespräche über unsere Hobbies und Familien. Die eine oder andere Eigenheit brachte uns dabei wiederholt zum Schmunzeln, zeigte uns aber auch, wie verschieden und ähnlich wir zur selben Zeit sein konnten.

Im vierten Semester habe ich schließlich mein Auslandssemester begonnen, weshalb wir uns nicht mehr persönlich treffen konnten. Jedoch hat uns dies keineswegs aufgehalten. Unsere Gespräche haben sich auf WhatsApp fortgesetzt, dabei bauen wir kleine Lerneinheiten ein und berichten uns, was es Neues in unserem Leben gibt.

Für mich war das Tandemprogramm ein wahrer Gewinn. Ich konnte nicht nur eine Sprache lernen, die zuvor wie eine riesige Herausforderung schien, sondern auch eine wahre Freundin gewinnen. Ich hoffe, dass Yilan und ich uns bald wieder persönlich treffen können und vielleicht klappt es sogar mit einer gemeinsamen Reise nach China. 再见!

Hallo, ich bin Yilan Wang und studiere Angewandte Chemie! Im Jahr 2019, während meiner ersten Monate in Deutschland, um mein Deutsch zu verbessern und mich in das deutsche Leben zu integrieren, suchte ich über das IfF meiner Hochschule nach einem Tandem.

Ich erinnere mich an das erste Treffen mit Annika in der Küche des Studentenwohnheims, wo wir uns mit einem anderen Tandem-Paar trafen, um gemeinsam Chinesisch zu kochen. Während des Beisammenseins lernten wir gegenseitig einfache chinesische und deutsche Vokabeln zum Thema Essen. Annika und ich einigten uns darauf, einmal in der Woche in der Bibliothek zu lernen, um die Arbeit des anderen im Sprachunterricht zu korrigieren und das Sprechen zu verbessern. Während der wöchentlichen Studiensitzungen haben wir viele Lernaufgaben gemeinsam erledigt. Zum Beispiel habe ich Annika geholfen, ihre Pinyin-Übungen im Chinesisch-Unterricht zu korrigieren und ihr die Bedeutung und Verwendung verschiedener grammatischer Formen im Chinesischen erklärt. Annika hat mir geholfen, meinen Ausdruck zu überarbeiten und mir die richtige Art und Weise gezeigt, wie man Phrasen verwendet. Während der Sprechübungen tauschten wir aus, warum wir im Land des anderen studieren wollten.

Später trafen wir uns auch, um Chinesisch essen zu gehen. Wir erfuhren etwas über die Hobbys der anderen, Lieblingsfilme und -bücher und konnten bereits unsere Meinungen über die Kultur des anderen austauschen und uns über gängige Missverständnisse unserer Länder aufklären.

Ich kann sagen, dass ich seit mehr als einem Jahr durch das Studium und die Kommunikation mit Annika meine Fähigkeit, mich auf Deutsch auszudrücken, verbessert und ein tieferes Verständnis für das Leben und die Gedanken der deutschen Muttersprachler gewonnen habe. Gleichzeitig lernte ich auch mein Heimatland noch einmal aus einer anderen Perspektive kennen und erfuhr, wie die chinesische Kultur für andere aussieht. Ich denke, das Tandem-Programm war sehr sinnvoll, um meinen Horizont zu erweitern, meine Einblicke in andere Kulturen zu vertiefen und meine sprachlichen und interkulturellen Fähigkeiten zu verbessern.

"My name is Sebastian Tritsch, I study Textile Engineering at Reutlingen University and the Tandem program gave me the chance to improve my Japanese language skills.".... (weiterlesen)

(My name is Sebastian Tritsch, I study Textile Engineering at Reutlingen University and the Tandem program gave me the chance to improve my Japanese language skills. My interest in the Japanese language and culture began in my childhood while playing Pokémon and watching Anime. Therefore, getting to know Kohei, my tandem partner, was a huge opportunity for me to polish my skills and take a big step towards my desired stay in Japan. My tandem partner, Kohei, and I soon realized that we had a lot of common interests and themes we would like to talk about. Out of this we decided to talk about various topics in a very personal way. We were able to see and understand each other’s views and opinions which were often influenced by our origin and nationality. For the Japanese teaching lessons, we came up with a 2-unit-model: Grammar and Culture. Step by step I learned how to construct difficult sentences, learned new words and very interesting features of the Japanese country and culture. For example, the Hanami-Festival in spring when the Japanese people celebrate the start of the cherry blossom season.

Meeting each other two times a week allowed me to get to know more than just a teacher of Japanese language and culture, but a friend that I’m really looking forward to meeting again here in Germany or maybe Japan! I’m very grateful for this amazing opportunity and recommend the tandem program to everyone who likes to support intercultural exchange in our globalized world.)

 

I‘m Kohei Mizuno and I‘m from Japan. My native language is Japanese.

Since January, I am in Reutlingen. When I came here, I could not even have a casual conversation with someone confidently, which resulted in being shy and reluctant. I think applying to tandem learning was one of the best decisions I could make. I am still far from speaking English fluently, but I feel I am getting better step by step thanks to my tandem partner, Sebastian. During speaking sessions for example, we did short discussions of various topics such as the cultural differences between Japan and Germany, or many casual things like hobbies, favorite sports, and so on. Additionally, helping his Japanese learning was quite useful for myself as well. It was a great opportunity to find appropriate English words or sentences to explain meanings and feelings in Japanese. At the same time, I could learn more about communication skills through these activities. As a result, I could improve English skills effectively and learn more than just a language. I am sure that tandem learning is a program I would absolutely recommend.

Tandemprogramm

„Ich bin Lorita Jacobs und komme aus Südafrika. Meine Muttersprachen sind Afrikaans und Englisch. Seit März bin ich in Reutlingen. Am Anfang konnte ich nur: „Bitte, zwei Kaffee“, sagen ;-)".... (weiterlesen)

„Ich bin Lorita Jacobs und komme aus Südafrika. Meine Muttersprachen sind Afrikaans und Englisch. Seit März bin ich in Reutlingen. Am Anfang konnte ich nur: „Bitte, zwei Kaffee“, sagen ;-) Jetzt bin ich noch immer Anfängerin, aber ich kann besser sprechen und verstehe fast alles. Dieser Fortschritt ist auch meinem Tandem mit Martina zu verdanken. Ich finde die Gespräche mit ihr sehr interessant. Wir reden abwechselnd Deutsch und Englisch, z.B. über deutsche oder südafrikanische Politik, Schulsysteme, Feiertage, Geschichte, Sprichwörter und Familien. Wenn das Wetter gut ist, gehen wir spazieren.
Einmal hat es geschneit. Ich kenne Schnee nicht und war fasziniert. Bei jedem Schritt habe ich auf Afrikaans gesagt: „Knirsknars, knirs-knars“, und so habe ich gelernt, dass man auf Deutsch sagt, dass der Schnee knirscht. Für mich ist das Tandemlernen toll. Es geht dabei nicht nur um die Sprache, sondern auch um die Kultur und die Personen. Ich kann mich an viele Dinge beim Tandem besser erinnern als an den Stoff einer Vorlesung. Tandem ist in meinen Augen ein supertolles Programm!”

“My name is Martina Traub-Kaiser, I work at the ESB Business School. The Tandem
program gives me the chance to practice my oral English. My tandem partner, Lorita and I soon realised that we had a lot of common interests and themes. We normally meet once a week. Sometimes it is a bit difficult to find a date. During our meetings we usually change the language several times. Sometimes even Afrikaans helps to explain words (so I’ve also learnt a little bit Afrikaans). And once Lorita read a German poem to me to practice her pronunciation.
We talk about similarities and differences in our native countries. I’ve learnt a lot about South-African history and traditions. Now I know that the 16th of December is an important public holiday in South-Africa: Reconciliation Day or Braaidag, the day everybody forgives the others. The time with Lorita was a great experience for me. I have become acquainted with an interesting young woman from South-Africa. Furthermore I have learnt a lot about her country and practiced English and I did things, which I would have never done without her: for example going for a walk during a normal week in the afternoon. At the end of February, Lorita will go back and I will miss our meetings. Bye, bye Lorita, I hope to see you again in South-Africa.”

Foto im Header: © Thomas Leitermann; Fotos im Text: © Hochschule Reutlingen

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