27.05.2019 | Event , News

Tolle Pitches und echte Gründungsvorhaben mit Preisen belohnt

Fotos: Hochschule Reutlingen

Ideenwettbewerb „Move your idea“ an der Hochschule

von: Kathrin Engels

Bei der vierten Auflage des Ideenwettbewerbs der Hochschule Reutlingen präsentierten vergangenen Dienstag 16 Teams ihre neu entwickelten Geschäftsideen vor 100 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. Die Jury aus der regionalen Entrepreneurship-Szene prämierte die Gewinner in fünf Kategorien mit Sachpreisen.

Luxusmode mieten, nachhaltige Verpackungen oder Services für Senioren – beim Hochschul-Wettbewerb „Move your idea“ präsentierten viele Teams soziale oder ökologisch nachhaltige Geschäftsideen. „Social Entrepreneurship brennt den Studierenden unter den Nägeln“ eröffnete Thomas Rehmet die nunmehr vierte Auflage des bekannten Formats. 16 Teams aus verschiedenen Fakultäten traten in dreiminütigen Pitches an, um die hochkarätig besetzte Jury zu überzeugen. Ihre Geschäftsideen hatten die meisten Teilnehmenden in verschiedenen Seminaren, die das Center for Entrepreneurship anbietet, mit modernen Startup-Methoden entwickelt und getestet.

Entsprechend souverän meisterten die interdisziplinären und teilweise internationalen Teams ihre Auftritte. Das Publikum sah aber nicht nur professionelle Präsentationen, sondern richtig unterhaltsame Rollenspiele und dann kam auch schon mal ein Fahrrad auf die Bühne gerollt. Das gehörte zum Team „REBIKE“, das ausländischen Studierenden einen günstigen Leihservice für gebrauchte Fahrräder bieten will. Ihre kleine Show brachte dem ESB-Team den Preis für den „Besten Pitch“ ein – ein Coaching für Marketing & Vertrieb von Dr. Ralf Allrutz. Weil diese Idee tatsächlich im Herbst am Campus realisiert werden soll, erhielt das Team von der Jury auch noch den Preis „Lokalmatador“. Für eine Gründung in Reutlingen gibt die städtische Wirtschaftsförderung einen Miet- und Startkostenzuschuss in Höhe von insgesamt 3.000 €, die Kreissparkasse ein Coaching für das Finanzkonzept und die Steinbeis Transfer GmbH ein Coaching zu Marketingfragen. „So knapp war es schon lange nicht mehr, so viele gute Ideen, so viele tolle Pitches.“, verkündete Juror Markus Flammer und begründete damit die Entscheidung der Jury, den Preis noch einem zweiten Team, nämlich „Flexomobil“, zu verleihen.

Zwei Preise gab es auch in der Kategorie „Bestes digitales Geschäftsmodell“: Das Team „PriLogiX“ gewann Coachings zu Themen ihrer Wahl von Michael Gebhardt (iteratec) und Martin Hueppauff (Bosch GmbH). „Das ist genau das Richtige für uns, so tolle Coaches haben wir uns jetzt gewünscht.“, freuten sich Georgios, Patrick und Nathanael. Die drei angehenden Masteranden haben im Herbst ihre eigene Firma gegründet, nachdem sie in ihrer Projektarbeit für einen Kunden Lösungen zum Risikomanagement im Logistikbereich entwickelten. Die Expertise der Coaches zu digitalen Themen wird ihnen bei der Entwicklung ihres Software-Tools helfen.

Auch das Team des Modelabels „YUVENILE“ war überglücklich, als es von Benjamin Klein den Preis in der Kategorie „Social Entrepreneur“ erhielt. Dahinter steckt die Gründerin Saska Minic, Absolventin des Studiengangs Textil & Design, die nun mit dem gewonnenen Coaching im Social Impact Lab Stuttgart ihr Unternehmen voranbringen will.

Die Gunst des Publikums hatte jedoch eine eher spaßorientierte Idee errungen: Mit „Fantastic Ford“ wollen vier WirtschaftsingenieurInnen begehrte Ersatzteile für Oldtimer im 3D-Druck produzieren. Ihre Idee und Performance wird nun mit einem Coaching beim Gründermotor in Stuttgart belohnt.

Das Motto des Wettbewerbs, seine Ideen voranzutreiben, werden einige Teams noch weiter verwirklichen. So will ESB-Student Andrés Dávila eine Konferenz nach dem Modell der UN auf dem Campus organisieren, weil sich viele Studierende für globale Themen interessieren – eben „truly international“.  „Wir sind sehr stolz auf die Studierenden und Lehrenden, dass aus den Entrepreneurship-Seminaren echte Gründungsvorhaben entstehen. Mit unserem Netzwerk und den Container-Arbeitsplätzen können wir die Teams nun weiter unterstützen“, gibt Thomas Rehmet einen Ausblick auf das Angebot nach dem Wettbewerb.