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Diversity- Perspektive in der mobilen Jugendarbeit

Link zum Video: videos.mysimpleshow.com/cqfHZMGy15

Wie wirken die verschiedenen Differenzkategorien durch die Krise in den jeweiligen Lebenssituationen?

Unter dem Begriff Diversity werden die Vielfalt, Heterogenität und Verschiedenheit der gesamten Gesellschaft beschrieben. Hieraus werden verschiedene primäre Dimensionen der Vielfalt kategorisiert. Darunter werden das Alter, Geschlecht, kulturelle Herkunft, Behinderung, sexuelle Orientierung und Religion eines Menschen verstanden. Zur Umsetzung von Diversity wurde 2006 die Charta der Vielfalt verabschiedet, um die Sicherstellung von Diversität und Chancengleichheit durch eine Selbstverpflichtungserklärung von Unternehmen zu gewährleisten (BZgA 2016).

Junge Menschen in der mobilen Jugendarbeit werden in ihrer Entwicklung von Differenzkategorien geprägt. Besonders die sexuelle Orientierung und Identität eines Individuums entwickeln sich im Jugendalter. Sozialarbeiter*innen sind in dieser Lebensphase der körperlichen, psychischen und kognitiven Veränderungen für die Jugendlichen wichtige Vertrauenspersonen und Ansprechpartner*innen. Ihre Aufgabe ist es die Auseinandersetzung mit der eigenen Identitäts- und Sexualentwicklung durch Offenheit, Akzeptanz und Vielfalt zu begegnen und Kinder und Jugendlichen über Teilhabe und Chancengleichheit aufzuklären. In Zeiten von Corona bricht auch in diesem Aspekt die wertvolle Unterstützung für die Adressat*innen der mobilen Jugendarbeit weg. Oftmals haben junge Menschen in ihrem Umfeld Schwierigkeiten mit ihrer sexuellen Orientierung akzeptiert zu werden und ihnen wird deshalb leider immer noch der teilhabende Zugang zur Gesellschaft verwehrt. Aufgrund dessen verschweigen viele Jugendliche ihre sexuelle Neigung, besonders Homo- oder Bisexualität, vor der eigenen Familie. Die mobile Jugendarbeit muss auch hier eine aktuelle Möglichkeit finden, um den Kindern und Jugendlichen beizustehen und in ihrer Vielfalt zu bestärken (Charta der Vielfalt 2020).

Welche Perspektiven entstehen/drohen durch die Krise für diese Menschen?

Kinder und Jugendliche als Adressat*innen der mobilen Jugendarbeit sind massiv von der Krise betroffen. Die soziale Ungleichheit zeigt sich aktuell für junge Menschen, die auf die Unterstützung von Sozialarbeiter*innen in der mobilen Jugendarbeit angewiesen sind, sehr deutlich. Ihre Lebenswelt sind die Straßen und der dortige Kontakt zu Gleichaltrigen. Doch mit den Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen verändert sich diese Lebenswelt schlagartig. Zu Hause ist es viele Kindern und Jugendlichen nur schwer möglich, den bisherigen Kontakt zu ihrem sozialen Umfeld aufrechtzuerhalten. Ein Weg der Kontaktaufnahme sind die sozialen Medien und das Internet, doch oftmals fehlt den jungen Menschen hierzu die technische Ausstattung. Somit ist es für Sozialarbeiter*innen kaum möglich, in dieser Krise den virtuellen Kontakt zu diesen Kindern und Jugendlichen herzustellen.

Zudem ist es für die Kinder und Jugendlichen durch die Schulschließungen nur bedingt möglich, mit der zum Teil nicht ausreichenden Unterstützung im Elternhaus, ihre Schulaufgaben zu erledigen oder Bewerbungen zu schreiben. Besonders jungen Menschen, die auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle oder einem Job sind, droht die Arbeitslosigkeit. Diese sozialen Folgen der Pandemie wirken sich enorm auf die Entwicklung junger Menschen aus. Der Zusammenhalt und regelmäßige Kontakt ihrer Clique brechen weg und lösen Hilflosigkeit und Einsamkeit aus. Unterstützungsmaßnahmen von Sozialarbeiter*innen in Institutionen der Jugendarbeit können kaum wahrgenommen werden (Reutlinger General-Anzeiger 2020).

Beitrag zum Diversity-Tag von Larissa Treß und Jacqueline Zanker.

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