31.01.2019 | News, Pressemitteilung

Millionen-Förderung für die Hochschule Reutlingen

Land unterstützt fünf Reutlinger Projekte mit insgesamt gut 1,9 Millionen Euro

Foto: Hochschule Reutlingen

Von: Gundula Vogel

Das Land Baden-Württemberg hat alle fünf Förderanträge der Hochschule Reutlingen rund um die Themen Studienstart, Lehr- und Lernlabore, Eignung und Auswahl, Ankunft und Studienerfolg sowie Gründungen bewilligt. Die Hochschule freut sich über umfangreiche Unterstützung aus dem Fonds Erfolgreich Studieren in Baden-Württemberg (FESt-BW). Damit werden zentrale Maßnahmen ausgebaut, um den individuellen Studienerfolg von Studierenden, innovative Lehr- und Lernformate und den Gründer-Spirit weiter zu fördern.

An der international ausgerichteten Hochschule Reutlingen sind rund 5.700 Studierende immatrikuliert. Insgesamt rund 20 Prozent von ihnen haben keine deutsche Staatsbürgerschaft, und rund 40 Prozent erlangen ihren Studienplatz nicht über eine allgemeine Hochschulreife. Die Hochschule hat es sich daher zum Ziel gesetzt, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Studieninteressierten und Studierenden frühzeitig zu erkennen und ihnen bei Bedarf mit maßgeschneiderter Unterstützung ein erfolgreiches, chancengleiches Studium zu ermöglichen.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer gratulierte der Hochschule zum sehr erfolgreichen Abschneiden bei den Ausschreibungen: „Die Hochschule Reutlingen trägt mit ihren vielfältigen innovativen Programmen dazu bei, dass alle Studierenden – ob deutschsprachig oder aus dem Ausland kommend - individuell gefördert werden können.“ Sie würdigte, dass alle Maßnahmen der unterschiedlichen Förderlinien an der Hochschule Reutlingen bestens aufeinander abgestimmt, eng miteinander verknüpft und damit Teil der Hochschulstrategie seien. „Mit dieser ganzheitlichen Konzeption unterstützt die Hochschule Reutlingen ihre Studierenden auf dem Weg zum Studienerfolg auf beeindruckende Weise“, so die Ministerin abschließend.

„Wir sind sehr stolz, dass wir alle unsere Anträge in dieser Höhe bewilligt bekommen haben“, resümiert Prof. Harald Dallmann, der für Lehre zuständige Vizepräsident der Hochschule. Es sei ein Zeichen für die hervorragende Arbeit in den bereits laufenden Projekten, die so nahtlos fortgesetzt und ausgebaut werden können. Zudem spreche die umfassende Zusage für den qualitativ hohen Standard bei der gemeinsamen Vorbereitung der Antragsunterlagen durch die verschiedenen Projektgruppen an der Hochschule.

Gefördert werden mit den Landesgeldern nun fünf Projekte, die zeigen, wie umfangreich die Hochschule ihre Studierenden von Beginn an begleitet. Das Projekt „discover your studies!“ soll Studieninteressierten schon frühzeitig mit flexiblen und vielfältigen Informations- und Beratungsangeboten die Orientierung bei der Studienwahl erleichtern.

Darauf aufbauend bietet das Projekt „staRT your studies!“ eine intensive Begleitung der Studierenden in der Studieneingangsphase. Neben staRT-Wochen zur Vorbereitung in den Grundlagenfächern helfen den Studierenden individuelle Beratungen, Werkstätten und Seminare dabei, sich gut im Studienalltag zurechtzufinden.

Die hochschuldidaktisch innovative Neugestaltung verschiedener Grundlagenfächer in den ersten zwei Semestern stehen im Fokus des Projekts „inveRT your studies!“. In Phasen des digital gestützten Selbststudiums werden individuelle Lernprozesse gefördert. Durch die Kombination mit Präsenzphasen an der Hochschule werden Fachkenntnisse vertieft und weitere Kompetenzen, wie zum Beispiel Selbstorganisation, abstraktes, kreatives und kritisches Denken, unterstützt.

Um die spezifischen Bedürfnisse und die Verringerung der Studienabbruchquoten internationaler Studierender, die in Reutlingen einen Abschluss machen wollen, kümmert sich das vom Reutlingen International Office geleitete Projekt „sm@RT - study MINT at Reutlingen University“. Ziel des Projekts ist die Verbesserung der Studienbedingungen internationaler Studierender und die Einbeziehung aller relevanten Akteure an der Hochschule.

Mit „Spinnovation plus“ wird parallel zum Studium die Gründungsunterstützung weiter ausgebaut. Der Kooperationsantrag mit der HdM Stuttgart und der Hochschule Aalen setzt damit das erfolgreiche Projekt „Spinnovation“ fort. In der zweiten Förderperiode wird der Fokus auf das Thema Social Entrepreneurship, also die Entwicklung sozialer und nachhaltiger Geschäftsideen, gelegt.

„Die Breite der Projekte zeigt, dass wir uns hier an der Hochschule sehr gut um unsere Studieninteressierten und Studierenden kümmern. Insbesondere, indem wir gezielt auf individuelle Bedürfnisse eingehen“, führt Dallmann weiter aus. Durch die Vernetzung von Einzelmaßnahmen aus den fünf Projekten und den regelmäßigen Austausch der Projektgruppen geht der Vizepräsident zudem davon aus, dass auch künftig die gesteckten Ziele systematisch erreicht und Synergien optimal genutzt werden können.