10.01.2018 | News, Pressemitteilung

Gründungskultur im Verbund voranbringen

„Spinnovation“-Beirat aus Vertretern dreier Hochschulen zog Bilanz und präsentierte Folgeprojekt

Der Beirat des Projekts „Spinnovation“ tauschte sich mit Wirtschaftsvertretern aus und nahm Anregungen von der IHK und von Start-up-Gründern mit. Foto: Hochschule Aalen/Heidel

Ende 2016 starteten die Hochschulen Aalen und Reutlingen sowie die Hochschule der Medien Stuttgart das auf drei Jahre angelegte Kooperationsprojekt „Spinnovation“: Das vom Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg mit rund 1,8 Millionen geförderte Pilotprojekt soll an den beteiligten Hochschulen eine lebendige Gründungskultur etablieren und bei den Studierenden unternehmerisches Denken fördern. Nach rund einem Jahr traf sich Ende 2017 zum ersten Mal der Beirat des Projekts, um Bilanz zu ziehen und sich mit Vertretern der Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammer sowie mit erfolgreichen Gründern von Start-ups auszutauschen.

Projektleiter Thomas Rehmet von der Hochschule Reutlingen umriss zu Beginn der ersten Beiratssitzung in Stuttgart zunächst die Ziele und die Arbeitspakete des Projekts „Spinnovation“. Er betonte, dass sich die drei beteiligten Hochschulen (Reutlingen, Stuttgart und Aalen) beim Start des Kooperationsprojekts im September 2016 an ganz unterschiedlichen Ausgangspunkten befanden und seither stark vom Austausch der Erfahrungen profitierten und somit die Zielvorgaben bereits überschreiten. Beiratsmitglied Dr. Hartmut Rösch, zugleich Projektleiter an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart, präsentierte die einzelnen Schritte der Entrepreneurship-Ausbildung an der HdM und erläuterte die drei aufeinander aufbauenden Phasen.

Professor Dr. Nils Högsdal, Gründungsbeauftragter an der HdM Stuttgart, betonte, dass das Ziel des Projekts sei, dass jeder Student an den drei Hochschulen im Verbund das Programm durchlaufe: „Wir wollen als Ziel tatsächlich 100 Prozent der Studierenden erreichen und begeistern, um daraus möglichst viele Gründungen hervorgehen zu lassen.“ Um dieses Ziel zu erreichen, erarbeiteten Prof. Dr. Hendrik Brumme, Rektor der Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Alexander W. Roos, Rektor der Hochschule der Medien Stuttgart und Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, ein gemeinsames Konzept für einen sogenannten hochschulübergreifenden „Seed-Accelerator“.

Dr. Nils Högsdal fasste das Konzept so zusammen: „Es baut auf dem Projekt ‚Spinnovation‘ auf und macht in einem Intensivprogramm aus einer ersten Idee eines Studierenden innerhalb von 100 Tagen ein valides Geschäftsmodell.“ Das Konzept beinhalte sowohl die Verknüpfung zur Forschung als auch die Zusammenarbeit mit der regionalen Industrie und ist mit dem Wirtschaftsministerium und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg abgestimmt.

Im Bild (von links): Peter Ohlhausen (HS Reutlingen), Christian Kling (HS Aalen), Thomas Rehmet (HS Reutlingen), Niklas Dorn (Filestage GmbH), Jürgen Münch (HS Reutlingen), Markus Weber (Anunnaki Marketing GmbH), Florian von der Mülbe (CureVac AG), Markus Schmidt (Robert Bosch GmbH), Holger Held (HS Aalen), Hendrik Brumme (HS Reutlingen), Hartmut Rösch (HdM Stuttgart), Andreas Ehrhardt (Innovationszentrum Aalen), Karin Goldstein (IHK Reutlingen), Nils Högsdal (HdM Stuttgart) und Alexander Roos (HdM Stuttgart).