verantwortlich handeln

Gleichstellung und Diversity

Allgemeines

Leitgedanke

An der Hochschule Reutlingen werden die Themen Gleichstellung und Diversity als Kernaufgaben der Hochschulentwicklung betrachtet und als Möglichkeit begriffen, um Chancengerechtigkeit, Wertschätzung und Teilhabe zu fördern. Ein kooperatives Zusammenwirken aller relevanten Akteurinnen und Akteure bildet die Grundlage der Arbeit und zielt darauf ab, gemeinsam Diskriminierungen zu erkennen, Barrieren abzubauen, Bildungsgerechtigkeit zu fördern und Zugänge zu schaffen.

Gleichstellungsziele

Die Gleichstellungziele der Hochschule Reutlingen werden im Gleichstellungsplan vereinbart. Dieser beschreibt die Entwicklungsziele der Hochschule im Bereich wissenschaftliches Personal und Studierende. Neben der Berichterstattung zu umgesetzten Maßnahmen und Kennzahlen enthält der Gleichstellungsplan konkrete Zielsetzungen. (Mehr: Link zu aktuellem Gleichstellungsplan: Auszug aus SEP ab S. 138)

Gesetzliche Vorgaben

Es besteht die gesetzliche Verpflichtung zur Einhaltung der Gleichstellungsziele aus Art. 3 des Grundgesetzes und durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, in letzter Fassung von 2009. Die konkreten gesetzlichen Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit an Hochschulen sind im Landeshochschulgesetzt festgelegt.

Audits und Vernetzung

Charta der Vielfalt

Seit August 2014 ist die Hochschule Reutlingen Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt, die eine Initiative zur Förderung von Diversität in Unternehmen und Institutionen darstellt.

Im Rahmen der Unterzeichnung hat die Hochschule sich dazu verpflichtet

  • eine Organisationskultur zu pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist,
  • sicherzustellen, dass Personalprozesse den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie dem Leistungsanspruch der Hochschule gerecht werden,
  • die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Organisation anzuerkennen, die darin liegenden Potenziale wertzuschätzen und gewinnbringend einzusetzen sowie
  • ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Diversity zu informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einzubeziehen

Diversity Audit

Die Hochschule Reutlingen ist erfolgreich auditiert vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die Hochschule Reutlingen nahm im Sommer 2013 mit Erfolg an der Ausschreibung „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft teil. Damit bekam sie die Möglichkeit, bis Ende 2015 unter Begleitung des Stifterverbandes und der Firma CEDIN Consulting ein Auditierungsverfahren zum Thema Diversity zu durchlaufen.

Ziel war es, eine neue Diversity-Strategie für die Hochschule zu entwickeln und den Aufbau eines ganzheitlichen Diversity-Managements einzuleiten. Dazu wurden ein Arbeitskreis ins Leben gerufen sowie eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt. Kernanliegen war und ist es, Strukturen, Angebote und Maßnahmen für diverse Studierendengruppen zu entwickeln und sie zum Studienerfolg zu führen.

Das Auditierungsverfahren wurde im Dezember 2015 erfolgreich abgeschlossen, die Zertikatsverleihung erfolgte im März 2016 in Berlin. Der Abschlussbericht des Audits kann im Service Panel rechts heruntergeladen werden.

Audit Familiengerechte Hochschule

Die Hochschule Reutlingen trägt seit 2010 das Zertifikat "Familiengerechte Hochschule" und macht damit deutlich, dass sie auf eine familienbewusste Hochschulpolitik setzt.

Berufstätigkeit oder Studium mit den Anforderungen eines erfüllten Familienlebens in Einklang zu bringen, ist von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dies gilt für die Betreuung der Kinder ebenso wie für die Pflege von Angehörigen oder Freunden.

Die Hochschule Reutlingen bietet Studierenden und Beschäftigten Unterstützung an, die unterschiedlichen Lebenswelten zufriedenstellend zu verbinden.

Zur besseren Vereinbarung von Familie, Beruf oder Studium sind bereits einige Maßnahmen und Angebote umgesetzt, wie beispielsweise der Campus TigeR, die Campusferien, flexible Arbeitszeitmodelle und eine Spielecke im Studierendenbüro. Viele weitere Schritte sind geplant, um die Situation für Familien zu verbessern.