18.10.2017 | News

Engagement zählt

Welches Stipendium passt zu mir? Beim Stipendieninfoabend gab es Antworten auf individuelle Fragen.

Auf Leistung, Engagement und die persönlichen Werte kommt es bei der Suche nach einem Stipendium an. Bild: Hochschule Reutlingen/Müller

Von: Johannes Müller

Am gestrigen Dienstag informierten sich zahlreiche Studierende beim zweiten zentralen Stipendieninfoabend der Hochschule Reutlingen. Zu den Fördermöglichkeiten durch ein Stipendium wurden alle Fragen zu Bewerbung, Auswahlprozess und Kriterien beantwortet. Das Wichtigste: ein passendes Stipendium finden und die Bewerbung wagen.

Ideelle Förderung, Workshops und Netzwerken – das sind starke Vorteile, die ein Stipendium neben der finanziellen Unterstützung bietet. Um im persönlichen Gespräch auf individuelle Fragen einzugehen, standen Vertreter von 17 Studienförderwerken Rede und Antwort. Damit war die Mehrzahl der großen und wichtigen Förderer in der gut besuchten Aula vertreten.

Zu Beginn der Veranstaltung brachten drei Impulsvorträge das Wichtigste auf den Punkt: „Trauen Sie sich und bewerben Sie sich“, war die Kernbotschaft von Prof. Dr. Hans-Martin Beyer, künftiger Stipendienbeauftragter der Hochschule. Stipendien seien nicht nur für Hochbegabte. „Ich glaube, dass jeder gute Student gute Aussichten hat, ein Stipendium zu finden, wenn er es wirklich will“, so Beyer. Prof. Baldur Veit, Leiter des Reutlingen International Office (RIO), empfahl, sich rechtzeitig zu informieren und gab einen Einblick in die Austauschmöglichkeiten, die das RIO bietet. Dass ein Auslandsstipendium das Studium bereichert, unterstrich Prof. Harald Dallmann, Vizepräsident Lehre, in seiner Rede und eröffnete die kurze Vorstellungsrunde. Die 17 Studienförderungswerke stellten sich in einer Minute selbst vor und luden ein zum persönlichen Gespräch.

Aktuelle Stipendiatinnen und Stipendiaten der unterschiedlichen Förderer erzählten im Gespräch von ihrer Bewerbung und ihren Erlebnissen im Auswahlprozess. „Immer authentisch, du selbst, blieben“, riet eine Stipendiatin für das Bewerbungsgespräch. Mit dem Vorurteil, dass nur Hochbegabte ein Stipendium bekämen, räumten die Anwesenden auf. Denn neben Noten zählt Engagement: Soziales, politisches, kulturelles und gesellschaftliches Engagement sowie Persönlichkeit und Offenheit sind vielen Förderern wichtiger als Bestnoten – auch wenn gute Noten bei allen gefordert sind. Einige Studienförderwerke setzen auch auf Chancengleichheit für Studierende, deren Eltern nicht studiert haben oder Geringverdiener sind.

Im persönlichen Gespräch empfahl Beyer, auf die Werte zu schauen: „Mit welchem Förderer kann ich mich identifizieren?“ Dann komme es darauf an, die Hürde im Kopf zu überwinden und eine gute Bewerbung abzuliefern. Sein Ziel für die Zukunft: Wir wollen die Studierenden noch früher zur Bewerbung motivieren – und mehr internationale Studierende erreichen.“