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07.12.2018 | News , News

Stadt und Hochschule wollen Zusammenarbeit intensivieren

Delegation der Stadtverwaltung informiert sich auf dem Campus über Angebote der Hochschule

Prof. Dr. Hendrik Brumme begrüßt die Gäste von der Stadt. Fotos: Hochschule Reutlingen

Gundula Vogel

An vergangenen Montag trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung und Repräsentanten der Hochschule auf dem Hohbuch-Campus zum Austausch. Zu Gast war die Stadt mit den leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung sowie den städtischen Betrieben. Nach einer ausführlichen Vorstellung der Hochschule und ausgewählter Themen aus deren Angebot, bekräftigten die Erste Bürgermeisterin von Reutlingen, Ulrike Hotz, und Prof. Dr. Hendrik Brumme, Präsident der Hochschule, dass Stadt und Hochschule in Zukunft noch enger kooperieren wollen. „Die Hochschule geht sehr dynamisch voran, und wir können stolz sein, eine so innovative Institution in der Stadt zu haben“, unterstrich Ulrike Hotz die Ambitionen der Stadt.

Bei der Begrüßung der städtischen Delegation in der Aula betonte Hendrik Brumme entsprechend auch die traditionell guten Verbindungen zur Stadt. Dies sei bei der Umsetzung vieler Projekte der Hochschule unabdingbar – zum Beispiel bei der Errichtung neuer Intrastruktur wie der Logistik-Lernfabrik, die aktuell auf dem Campus entsteht. „Die Hochschule ist ein wichtiger Faktor in der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus“, so der Präsident der Hochschule zum Beitrag und der Bedeutung der Hochschule. „Sie ist ein Motor und trägt zur Entwicklung der Stadt und der Region bei. Viele Absolventen bleiben nach dem Studium hier und stärken damit die heimische Wirtschaft.“

Für die Zukunft sei es daher entscheidend, so Brumme, dass Reutlingen als Hochschulstandort weiter ausgebaut werde. Mit der aktuellen Situation, was Bewerberzahlen und Studierende angeht, kann die Hochschule sehr zufrieden sein. Aber in Zeiten, in denen sich ein demografischer Wandel immer deutlicher zeige, müsse die Hochschule mit ihrem Angebot am Ball bleiben, Lehre und Forschung stetig weiterentwickeln und die Kooperationen mit der Politik und der Wirtschaft stärken. „Wir müssen die Hochschule mit ihren Vorzügen und dem sehr breiten Angebot aktiv bekannt machen. Nur so können wir unsere aktuell hervorragende Stellung und Bedeutung festigen,“ schloss Prof. Dr. Brumme seine Einführung ab.

Einblicke in die konkreten Angebote und Projekte in Lehre und Forschung an der Hochschule gaben im Anschluss Kolleginnen und Kollegen aus der Professorenschaft. Sie zeigten dabei eindrucksvoll die Bandbreite der wissenschaftlichen Arbeit wie auch die Vielfältigkeit der Praxisprojekte, die die Hochschule mit Unternehmen wie auch der Stadt selbst durchführt. So berichtete Prof. Dr. Sabine Löbbe aus der Arbeit des Reutlinger Energiezentrum für Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz (REZ), einem der insgesamt sechs Lehr- und Forschungszentren der Hochschule. Am REZ wird an technischen, gesellschaftlichen und unternehmerischen Lösungen für die aktuellen Herausforderungen bei der Transformation der Energielandschaft gearbeitet. Dabei liegt ein großer Fokus darauf, die Ergebnisse dieser Arbeit in Geschäftsmodelle und Grundlagen für Unternehmertum zu übersetzen. Davon habe auch die Stadt mit ihren Unternehmen schon profitiert, beispielsweise in gemeinsamen Projekten mit der Stadtentwässerung oder Fairnetz.

Anschließend erläuterte Prof. Dr. Daniel Palm die Möglichkeiten, die die im Bau befindliche Logistik-Lernfabrik der Hochschule bieten wird. Die operable, physische Fabrik wird eine Lernumgebung zum Thema Industrie 4.0 bieten, die es Studierenden ermöglicht, unter realen Praxisbedingungen ein ganzheitliches Denken bei der Bearbeitung von Projekten zu entwickeln. Gleichzeitig dient die Fabrik als Forschungslabor, in der die Reutlinger Forschenden Innovationen beispielsweise in den Bereichen Digitale Geschäftsmodelle, durchgängige Produkt- und Prozessentwicklung oder additive Fertigung entwickeln und testen können.

Prof. Dr. Dieter Hertweck vom Herman Hollerith Zentrum (HHZ), dem Lehr- und Forschungszentrum der Hochschule mit Sitz in Böblingen, das der Fakultät Informatik zugeordnet ist, stellte weitere Forschungsarbeiten aus dem Bereich Digitalisierung vor. Am HHZ werden unter anderem digitale Geschäftsmodelle für kleine und mittelständische Unternehmen, digitale Lösungen und Systeme für zu Hause wie auch Geschäfte entwickelt sowie der Einfluss der Digitalisierung auf die menschliche Arbeit untersucht. Das HHZ wird für seine Arbeit seit Kurzem als Digital Hub vom Landeswirtschaftsministerium gefördert.

Zum Abschluss des Besuchs ging es für die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt noch auf einen Abstecher in das hochmoderne Motion-Capture-Labor der Hochschule. Dort stellen Prof. Dr.-Ing. Cristóbal Curio und Prof. Dr. Christian Thies interessante Projekte in den Bereichen autonomes Fahren sowie digitale Systeme und Entwicklungen im Medizinbereich vor. Sie demonstrierten damit eindrücklich die Innovationskraft, die von einer gut aufgestellten Hochschule ausgeht, und dass es eine Menge an Ideen und Entwicklungspotenzial in ihren jeweiligen Fachgebieten gibt. Einig waren sich beide, dass großer Kooperationsbedarf der Hochschule in Richtung Stadt im Bereich Räumlichkeiten bestehe.

Mit diesen neuen Einblicken und dem umfangreichen Bild der Hochschule zeigte sich die Delegation der Stadt am Ende ihres Arbeitsbesuches beeindruckt und offen für weitere Kooperationen. „Nutzen Sie unser Wissen. Sprechen Sie uns einfach direkt an und lassen Sie uns Ideen diskutieren“, gab daher auch Hendrik Brumme den Besucherinnen und Besuchern mit auf den Weg. Ein Angebot, das auch der Bürgermeister für Wirtschaft und Finanzen, Alexander Kreher, gern aufgriff: „Die innovativen Ideen, die hier an der Hochschule entwickelt werden, und die Bekanntheit der Hochschule müssen wir aktiv für die Stadt nutzten.“ Nach diesem Arbeitstreffen zwischen Stadt und Hochschule sind dafür nun beste Voraussetzungen geschaffen.