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01.06.2021 | Pressemitteilung

Studium unter Corona-Bedingungen: Qualitative Studie bestätigt Online-Müdigkeit und zeigt Perspektiven auf

Entwicklungspfade für Hochschule und Lehre nach der Corona-Pandemie, Foto: shutterstock

WissenschaftlerInnen der Hochschule Biberach legen qualitative Untersuchung über „Entwicklungspfade für Hochschule und Lehre nach der Corona-Pandemie“ vor. Größter Wunsch von Studierenden und Lehrenden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg ist die Rückkehr zur Präsenz – verbunden mit ausgewählten digitalen Elementen.

Gerade haben Ministerpräsident Kretschmann und Wissenschaftsministerin Bauer im Gespräch mit Studierenden über die Lehren aus dem Studium unter Pandemiebedingungen diskutiert und darüber gesprochen, worauf die Politik besonders Acht geben muss. Und sie haben eingeräumt, dass die Studierenden, die sich mittlerweile im dritten Online-Semester befinden, nicht im Fokus standen. Zwischen den Älteren, die besonders gefährdet sind, und den Jüngeren, die eine besondere Unterstützung benötigen, sind die jungen Erwachsenen in der Diskussion der vergangenen knapp eineinhalb Jahren schlicht zu kurz gekommen. Dieses Wahrnehmungsdefizit lässt sich durch die Studie eines interdisziplinär besetzten Teams von WissenschaftlerInnen der Hochschule Biberach (HBC) empirisch bestätigen. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen die persönlichen Erfahrungen von Lernenden, Lehrenden und Leitenden. Nun liegen die Ergebnisse vor – und zeigen Defizite auf, aber auch konkrete Potenziale, die geschöpft werden können.

Auch die Hochschule Reutlingen beteiligte sich mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Fakultäten an der Umfrage um aus der Sondersituation die bestmöglichen Lehren ziehen zu können. „Uns ist der enge Kontakt zu unseren Studierenden und ein Austausch auf Augenhöhe ein wichtiges Anliegen – und durch die fehlende Präsenz hat dieser sowohl fachlich als auch emotional wichtige Faktor gefehlt. Uns war wichtig zu verstehen, welche Auswirkungen das auf Studierende und Lehrende hat“, begründet der Dekan der Fakultät Informatik, Prof. Dr.-Ing. Oliver Burgert die Teilnahme.

Prof. Harald Dallmann, Vizepräsident für Lehre an der Hochschule Reutlingen fasst zusammen: „Wir haben zum Glück bereits vor der Pandemie mit dem Rechenzentrum und dem Reutlinger Didaktik Institut eine umfangreiche Digitalisierungsstrategie für die Lehre entworfen, so dass uns der Umstieg – so bestätigen es auch die Studierenden – im Wesentlichen gut gelungen ist. Einen Feldversuch in dieser Größe konnte jedoch niemand voraussehen und so waren und sind die Ressourcen, die für eine digital ergänzte Lehre benötigt werden, immer noch sehr begrenzt. Die jetzigen Erfahrungen bestärken uns darin, die Stärken der Präsenz mit digitalen Elementen zu kombinieren, um den Lernprozess bestmöglich zu unterstützen.“

Teilnehmende Hochschulen an der qualitativen Studie „Entwicklungspfade für Hochschule und Lehre nach der Corona-Pandemie“:

  • Hochschule Aalen – Technik und Wirtschaft
  • Hochschule Albstadt-Sigmaringen
  • Hochschule Biberach
  • Hochschule Esslingen
  • Evangelische Hochschule Freiburg
  • Hochschule Heilbronn – Technik • Wirtschaft • Informatik
  • Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft
  • Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
  • Hochschule Reutlingen
  • Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
  • Hochschule der Medien Stuttgart

Institut für Bildungstransfer der Hochschule Biberach

Das Institut für Bildungstransfer ist eine zentrale Einrichtung der Hochschule Biberach. Es arbeitet fakultätsübergreifend und -verbindend und unterstützt die Lehre in Fragen der Didaktik oder des Qualitätsmanagements. Zudem beschäftigt es sich mit Projekten im Bereich Bildungsforschung. Für die Studie wurden 34 Gruppen- und Einzelinterviews mit 86 Menschen geführt. Über 8000 Minuten Datenmaterial kamen so zusammen, die die ForscherInnen ausgewertet und daraus Ergebnisse zusammengetragen haben. Die Studie „Entwicklungspfade für Hochschule und Lehre nach der Corona-Pandemie“ wird in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg (GHD) am 1. Juni 2021 als open-access-Publikation im Tectum Verlag veröffentlicht. Die AutorInnen sind: Sonja Sälzle, Linda Vogt, Jennifer Blank, André Bleicher, Ingrid Scholz, Nadja Karossa, Renate Stratmann, Thomas D’Souza. (https://doi.org/10.5771/9783828877351)

GHD

Die Geschäftsstelle der Studienkommission für Hochschuldidaktik an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg (GHD) ist eine landesweite Einrichtung mit Sitz an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Sie hat die Aufgabe, hochschuldidaktische Fortbildungsangebote für die Professorinnen und Professoren sowie für die Lehrbeauftragten an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg zu entwickeln und zu organisieren, hochschuldidaktische Forschungsprojekte anzuregen und zu betreuen sowie den Erfahrungsaustausch über Fragen der Lehre zu fördern.