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17.12.2021 | Pressemitteilung

Projekt GELaZ: Elektromobilität am Campus Reutlingen entwickelt

Blaupause für Parkraumbetreiber in ganz Baden-Württemberg Ab Januar kann auch die Öffentlichkeit laden

Ansicht der 4 Ladesäulen auf dem Hochschulparkplatz, Alteburgstraße 150. Foto: Hochschule Reutlingen.

Im Projekt GELaZ (Gemeinschaftsdienliche E-LadeZellen) wurde an drei verschiedenen Standorten in Baden-Württemberg eine intelligente Ladeinfrastruktur errichtet. Neben dem International Solar Energy Research Center Konstanz und den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim forschte auch das Reutlinger Energiezentrum (REZ) in dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekt und installierte auf einem Parkplatz der Hochschule Reutlingen acht neue 22kW-Ladepunkte.

Im Rahmen des Pilotprojekts des Reutlinger Energiezentrums für Dezentrale Energiesysteme (REZ) wurde ein Netzanbindungs- und Messkonzept erarbeitet, um die Ladesäulen der Hochschule mit Strom zu versorgen. Diese Lösung ist gegenüber der bisher üblichen Praxis, die Stromversorgung über einen eigenen (neuen) Netzanschlusspunkt zu realisieren, ökologisch, wirtschaftlich und technisch deutlich günstiger und erspart der Allgemeinheit hohe Kosten.

Das Vorgehen dient den Landesbetrieben Vermögen und Bau Baden-Württemberg und Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg nun als Muster für die weitere Erschließung des landeseigenen Parkraums in ganz Baden-Württemberg.

Darüber hinaus wurde die Ladeinfrastruktur in das Virtuelle Kraftwerk Neckar-Alb an der Hochschule Reutlingen integriert. Auf der Basis kann sie gemeinschaftsdienlich betrieben werden. Das bedeutet konkret: Energieverbrauch und die -erzeugung aus der Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk werden sektorenübergreifend für die gesamte Hochschule samt Parkplatz optimiert. So werden auch die lokalen Netze weniger stark belastet.

Mit dem Virtuellen Kraftwerk Neckar-Alb lernen Studierende am Reutlinger Energiezentrum zusammen mit der neu eingebundenen Ladeinfrastruktur ganz praktisch, wie die Themen E-Mobilität, Energiesysteme der Zukunft und Lastmanagement ineinandergreifen. Auch erste studentische Forschungsarbeiten konnten bereits innerhalb des Projekts durchgeführt werden und so zur Ausbildung der Studierenden zu Experten auf dem Gebiet Dezentraler Energiesysteme und Energieeffizienz beitragen.

Das Projekt GELaZ wurde von Juli 2019 bis September 2021 gefördert. Die Netzanschluss-, Elektro- und Erdarbeiten begannen Ende Februar 2020 und konnten trotz der pandemiebedingten Einschränkungen Anfang August 2020 fertiggestellt werden. Seitdem konnten zwanzig Modellnutzer kostenfrei an den Ladesäulen laden und halfen dadurch dabei, das gemeinschaftsdienliche Lastmanagement zu testen und zu optimieren.

Die Testphase endet am 31. Dezember 2021. Ab dem 1. Januar 2022 steht die Ladeinfrastruktur dann der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann nicht nur von allen Hochschulangehörigen, sondern auch von Anwohner:innen oder Besuchenden des nahegelegenen Fußballstadions genutzt werden (PI Inbetriebnahme Gemeinschaftsdienliche Energie-Lade Zellen“ (GELaZ).

„Das ist eine win-win-Situation für alle“, so Prof. Dr. Sabine Löbbe, im erweiterten Präsidium der Hochschule für das Thema Nachhaltigkeit verantwortlich. „Wir wollen die Hochschule bis spätestens 2040 klimaneutral gestalten. Mit GELaZ trägt Forschung dazu bei, sowohl die Lehre als auch die Infrastruktur am Campus nachhaltiger und attraktiver zu machen“.

Über das Reutlinger Energiezentrum (REZ) Forschung und Promotion

Das REZ versteht sich als Kooperationspartner für Industrie, Wirtschaft, Kommunen, Verwaltung sowie Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen. Es dient als transdisziplinäre Plattform für innovative Energielösungen durch angewandte Forschung und Lehre. Die Aufgabenstellungen reichen von konzeptionellen Fragestellungen über Forschung und Entwicklung bis hin zu Gremienarbeit und Beratungstätigkeiten, Gutachten, Geräteprüfungen und Zertifizierungsmessungen an den Prüfständen der Hochschule. Für forschungsinteressierte Masterabsolventinnen und -absolventen mit hervorragendem Master-Abschluss besteht die Möglichkeit zur Promotion in Kooperation mit unterschiedlichen Universitäten. So greifen die Fakultät Technik und das REZ Innovationsthemen der Zeit auf und bereiten angehende Ingenieurinnen und Ingenieure, Kaufleute und Soziologen praxisnah auf ihre berufliche Zukunft vor.