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19.03.2021 | Angewandte Chemie , Forschung , Pressemitteilung , Startseite

Hochschule Reutlingen am landesweiten 3R-Netzwerk beteiligt

Tierschutz in der Forschung und Lehre verbessern

Im BioMED Projektlernlabor wird praxisnah und anwendungsorientiert ausgebildet, Foto:Hochschule Reutlingen.

Im deutschen Tierschutzgesetz ist das 3R-Prinzip verankert, das auf die Verbesserung des Tierwohls abzielt. 3R leitet sich aus dem Englischen „Replacement – Reduction – Refinement“ ab und fordert die Vermeidung oder die Verringerung von Tierversuchen auf ein Minimalmaß. Bestehende Methoden sollen verbessert werden, wo Tierversuche aktuell noch notwendig oder vorgeschrieben sind. Das Wissenschaftsministerium unterstützt innerhalb des 3R-Netzwerks das BioMED Projektlernlabor, mit dem Ziel biomedizinische Forschung und Lehre weiter voranzubringen.

Die Hochschule Reutlingen ist Teil des neugegründeten „3R-Netzwerks Baden-Württemberg“, bei dem alle in der Biomedizin aktiven Hochschulstandorte in Baden-Württemberg beteiligt sind. Ziel des Netzwerks ist es, „Tierschutz wie Forschung gleichermaßen voranzubringen“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

„Die Etablierung eines landesweiten 3R-Netzwerks ist bundesweit einmalig – Baden-Württemberg ist wieder einmal Pionier. Ich freue mich, dass die Hochschule Reutlingen ihre Expertise einbringt und das Netzwerk mit ihrem Fokus auf die Aus- und Weiterbildung bereichert“, so die Ministerin weiter. Langfristig werde im Land ein solides Netzwerk entstehen, das die unterschiedliche Expertise der Standorte bündele. „Damit erfährt nicht nur der Tierschutz die notwendige Aufmerksamkeit. Das 3R-Netzwerk unterstützt auch die stetige Qualitätsverbesserung der biomedizinischen Forschung – und macht unsere Wissenschaft damit noch leistungsfähiger, um neuen Herausforderungen wie COVID-19 zu begegnen.“

Im Bereich Aus- und Weiterbildung wird das Projektlernlabor BioMED der Fakultät Angewandte Chemie an der Hochschule Reutlingen gefördert. Studierende im Bachelorstudiengang Biomedizinische Wissenschaften sollen 3D-Bioprinting-Methoden erlernen und die Projektergebnisse in kurzen animierten Lehrfilmen darstellen, die anschließend auf YouTube veröffentlicht werden.

Die Studierenden erwartet im BioMED Projektlernlabor eine praxisnahe, anwendungsorientierte Ausbildung. Dabei geht es auch um die Abwägung ethischer und rechtlicher Aspekte von Tierversuchen, die zu einer vertieften Ausbildung im 3R-Bereich führen soll.

In Teams bearbeiten die Studierenden kleine Forschungsprojekte und können beim projektorientierten Lernen wichtige Kompetenzen für spätere berufliche Tätigkeiten erwerben. Die Projekte können auch in Kooperation mit Studierenden anderer Fakultäten ausgeführt werden und seit letztem Jahr machen auch internationale Studierende mit.

Die Idee des Projektlernlabors wird von allen Studierenden begeistert aufgenommen. Prof. Kemkemer berichtet sehr zufrieden: „Die Studierenden profitieren von der interdisziplinären und auch interkulturellen Zusammenarbeit und erlernen somit wichtige übergeordnete Kompetenzen, zusätzlich zu den fachlichen Aspekten.“

Themen, mit welchen sich die Studierenden im BioMED Projektlernlabor beschäftigen, sind zum Beispiel der 3D-Druck für biologische oder medizinische Anwendungen oder auch biologische Fragestellungen. Die Entwicklung einfacher Diagnostikverfahren oder die Aufbereitung und Nutzung von zellfrei-gemachten Spinatblättern für das Züchten von Blutgefäßen gehören ebenfalls in den Themenbereich der Studierenden.