02.10.2019 | Pressemitteilung , Textil & Design

Förderung für "Fashion & Music & Sustainability"

Nachhaltigkeitsprojekt der Fakultät Textil & Design in Kooperation mit der Theodor-Heuss-Schule wird durch Bosch Stiftung gefördert

Das Projekt "Fashion & Music & Sustainability" ist eine Kooperation der Fakultät Textil & Design der Hochschule Reutlingen mit der Theodor-Heuss-Schule und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Foto: Hochschule Reutlingen.

Mit dem Förderprogramm „Our Common Future – Schüler, Lehrer, Wissenschaftler forschen für die Welt von morgen.“ bringt die Robert Bosch Stiftung in verschiedenen Projekten Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, die gemeinsam im Themenfeld Nachhaltigkeit forschen. Mit knapp 35.000 Euro wird die Stiftung das Projekt „Fashion & Music & Sustainability“ für die kommenden drei Jahre fördern.

Aus einem Vortrag von Dr. Deniz Köksal zum Thema Nachhaltigkeit in der Modeindustrie hat sich eine enge Zusammenarbeit und gemeinsame Forschung der Fakultät Textil & Design der Hochschule Reutlingen und der Theodor-Heuss-Schule entwickelt. Die Förderung durch die Robert Bosch Stiftung ermöglicht nun die weitere Intensivierung der Forschung. Im Fokus stehen die Erforschung der Generation Z und deren Konsumprozess von Mode und Musik mit explizitem Fokus auf Nachhaltigkeit.

Welche Rolle können Musik bzw. sogenannte Influencer spielen, um Jugendliche gegenüber Nachhaltigkeit zu sensibilisieren? Die Kombinatorik der drei Komponenten Mode, Musik und Nachhaltigkeit bei Jugendlichen der Generation Z ist ein bisher nicht untersuchtes Phänomen. Schülerinnen und Schüler, die an einem Seminarkurs der Jahrgangsstufe I des Wirtschafts-gymnasiums teilnehmen, sowie Studierende werden dieses Phänomen in den kommenden drei Jahren gemeinsam erforschen. „Ich freue mich sehr über die gemeinsame Langzeit-Forschung. Um den nachhaltigen Konsum voranzutreiben, müssen wir den Konsumenten verstehen und sein Kaufverhalten nachvollziehen können. Was die Generation Z betrifft, sind wir hier noch sehr weit entfernt davon. Sie sind die echten ‚digitalen natives‘ und lassen sich entsprechend von Social Media und Influencern, besonders im alltäglichen Leben beeinflussen. Das ist tatsächlich sehr unterschiedlich zu allen vorherigen Generationen wie beispielsweise den Millenials.“ so Köksal, Leiter des Fashion + Textile Resource Centers (F+TRC). Neben Köksal werden Prof. Dr. Jochen Strähle, Dekan der Fakultät Textil & Design, sowie Katharina Bauer und Mario Kastner von der Theodor-Heuss-Schule das Projekt betreuen und begleiten. „Es wird unheimlich spannend sein, gemeinsam mit den Schülern der THS zu forschen, gerade weil sie die ‚always on‘ Generation am besten kennen und somit als Experten wertvollen Input im gesamten Forschungsprozess liefern“, resümiert Köksal über die Zusammenarbeit.

Mit Beginn des Hochschulsemesters im Oktober wird es konkret. Schülerinnen, Schüler sowie Studierende treffen sich zum gemeinsamen Kick-Off, bilden Teams und schaffen die Grundlage für die Forschungsarbeit des ersten Projektjahres. Der Fokus während des ersten Jahres liegt in qualitativer Forschung. Die Gruppen arbeiten sich gemeinsam in die wissenschaftliche Methodik der Datengewinnung ein, führen in den Räumlichkeiten des F+TRC Fokusgruppen-interviews, analysieren diese und verfassen einen wissenschaftlichen Report, welcher im Juni 2020 der Öffentlichkeit präsentiert werden soll. Im zweiten Projektjahr wird quantitativ geforscht, im dritten und abschließenden Projektjahr wird abschließend eine Eye-Tracking-Studie durchgeführt.

Innerhalb der drei Jahre werden rund 60 Schülerinnen und Schüler, sowie 60 Studierende am Projekt teilnehmen und sich mit den in ihrer Lebenswelt relevanten Fragestellungen aus dem Bereich der Mode und Musik mit dem Fokus Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Durch die Partizipation am Forschungsprozess werden sie für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert und zu verantwortungsvollem Handeln angeregt.