verantwortlich handeln

UN Initiative PRME

PRME

Die Hochschule Reutlingen ist Mitglied der UN Initiative PRME (Principles for Responsible Management Education) und verpflichtet sich den sechs Prinzipien verantwortungsvoller Lehre und Forschung.

Das wichtigste Ziel der PRME-Initiative – und damit auch der Hochschule Reutlingen – ist die fortlaufende Umsetzung und stete Weiterentwicklung der sechs Prinzipien für eine verantwortungsvolle Lehre und Forschung. Dazu gehört die systematische Integration der Themenbereiche Ethik und nachhaltige Entwicklung in alle Lehrpläne. Die Hochschule fördert zudem eine weitere Verstärkung des konstruktiven Austauschs zwischen Studierenden, Alumni und Unternehmen, um gemeinsam die Zukunft nachhaltig und ethisch verantwortlich zu gestalten.

Wir verpflichten uns den sechs Prinzipien von PRME

Principle 1: Purpose (Zielsetzung)

Wir wollen die Studierenden dazu befähigen, der zukünftige Motor einer Entwicklung hin zu nachhaltigen Werten in einer globalisierten Wirtschaft und Gesellschaft zu sein.

Umsetzung: Die Hochschule Reutlingen verwirklicht dies durch das Kursprogramm „Change your perspective“ des Bereichs Ethik- und nachhaltige Entwicklung (ENE) und mit dem Erwerb des Ethikums. Darüber hinaus gibt es vielfältige Ansätze zur Aufnahme der Bereiche Ethik und Nachhaltigkeit in die regulären Lehrveranstaltungen sowie extra-curriculare Programme mit Vorträgen und Seminaren zu aktuellen gesellschafts-politischen und Wirtschaftsthemen (Studium Generale, Oikos-Ringvorlesung).

Principle 2: Values (Werte)

Wir wollen soziale Werte in die Lehrpläne und Aktivitäten einbinden, um die globalen Zusammenhänge menschlichen Lebens und Wirtschaftens zu verdeutlichen. Es liegt uns daran, soziale Verantwortung zu vermitteln, wie sie internationale Initiativen (UN Global Compact) bereits vorgelegt haben.

Umsetzung: Die Hochschule Reutlingen bietet hierzu curriculare und extra-curriculare Kurse an, die ethische und nachhaltige Aspekte explizit integrieren. Eine stets aktualisierte Auflistung der Kurse ist im jeweils aktuellen PRME Bericht ersichtlich.

Soziale Verantwortung üben Studierende beispielsweise in den Lernkooperationen von ENE ein (Projekt Do it! mit der ekhg; students4students betreut von RIO; Grundlagenseminare zu den Themen Ethik und Nachhaltigkeit bei der Akademie des rtwe und dem ENE-Kolloquium Tue Gutes und rede darüber). Studierende engagieren sich außerdem über die Diakonie Reutlingen in der Flüchtlingshilfe.

Die Fakultäten der Hochschule setzen das Bewusstsein für die globalen Zusammenhänge menschlichen Zusammenlebens und -wirtschaftens z.B. im Masterstudiengang „Umweltschutz“ im Verbund mit vier weiteren Hochschulen der Region oder im Maschinenbau Studiengang „Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz“ um.

Principle 3: Method (Methoden)

Wir wollen Rahmenbedingungen für Lernprozesse und –umgebungen schaffen, die ein effektives Lernen ermöglichen, um verantwortungsbewusste Führungskräfte auszubilden.

Umsetzung: Dazu bedarf es steter Veränderungen in der internen Struktur und einer Hindrängung zu einer Umwelt und Energie Zertifizierung. Die Hochschule Reutlingen fördert unter anderem die Bereiche Diversity und Chancengleichheit, um eine Lernumgebung zu schaffen, die sich positiv auf die Effizienz der Studierenden auswirkt. So wurde erstmals eine Vizepräsidentin gewählt, die für den Bereich Digitalisierung und Diversity zuständig ist.

Die Karrieren von Frauen werden beispielsweise durch flexible Arbeitszeiten, Teilzeit-Professuren und der Möglichkeit zum Elternurlaub gefördert. Die Hochschule trägt überdies seit 2010 das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“, um Studierenden mit Kindern ein effektives Studieren zu ermöglichen. Die studentische Mitverantwortung an der Hochschule wird durch das Studierendenparlament, den ASTA und andere studentische Initiativen repräsentiert.

Principle 4: Research (Forschung)

Wir werden uns in der konzeptionellen und empirischen Forschung engagieren. Wir werden zur Verbesserung des Verständnisses der Rolle von Unternehmen beitragen, um ihre Dynamiken und ihren Einfluss bei der Schaffung eines nachhaltigen sozialen, umweltverträglichen und ökonomischen Wertesystems erkennen zu können.

Umsetzung: Die Hochschule Reutlingen kooperiert mit zahlreichen Unternehmen des engeren und weiteren Landkreises und ermöglicht durch best practice-Veranstaltungen eine Zusammenführung von Vertretern aus der Praxis und den Studierenden, um konstruktiven Austausch zu fördern. Die Hochschule ermöglicht darüber hinaus Forschungsprojekte mit Bezug zum Thema der nachhaltigen Entwicklung, wie nachhaltige Formen der Energieeffizienz oder der elektronischen Mobilität sowie ein RealLabor zur nachhaltigen Transformation der Textilwirtschaft in der Stadt Dietenheim (landesweit gefördertes Forschungsprojekt von Professorinnen und der Oikos-Studierenden Gruppe).

Principle 5: Partnership (Partnerschaft)

Wir wollen mit Führungskräften der Wirtschaft kooperieren, um deren Herausforderungen im Umgang mit sozialen und ökologischen Verantwortlichkeiten besser zu verstehen, und um gemeinsam an guten Lösungen zu arbeiten.

Umsetzung: Die Hochschule Reutlingen bietet hierzu Network-Aktivitäten (RELAX) und Unternehmensmessen und bot bereits eine Unternehmenskonferenz mit dem Weltethos Institut an. Start-Ups auf dem Campus, das Alumni-Network sowie öffentliche Diskussionen runden das Angebot ab. Darüber hinaus ist die Hochschule Reutlingen Gründungsmitglied und engagiert im regionalen Netzwerk von PRME, dem PRME Regional Chapter DACH.

DACH ist eine Kooperation von Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Mitglieder der UN-Initiative PRME sind und sich zur Umsetzung der PRME Prinzipien in Lehre und Forschung verpflichtet haben. Weitere Informationen finden sie auf der Website von DACH.

Prinicple 6: Dialogue (Dialog)

Wir wollen den Dialog zwischen vielen unterschiedlichen Interessengruppen zu kritischen Themen rund um die Fragen der globalen Verantwortung und Nachhaltigkeit fördern und unterstützen.

Umsetzung: Dazu beteiligt sich die Hochschule Reutlingen an der jährlichen Konferenz der Nachhaltigkeitsbeauftragten des rtwe und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Regierung, kirchlichen Einrichtungen (Projekt Do it!, zusammen mit der ekhg), den Medien, anderen Hochschulen (wie zum Beispiel der Theologischen Hochschule Reutlingen) und der interessierten Öffentlichkeit (Studium Generale).

Alle zwei Jahre erscheint der PRME-Bericht der Hochschule und gibt über die fortlaufende Umsetzung der PRME Prinzipien Auskunft. Den aktuellen Bericht können Sie rechts im Service-Panel herunterladen.

Sie haben Fragen, Anmerkungen oder Anregungen? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren: Team Ethik und Nachhaltige Entwicklung