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Benutzerordnung


Die Benutzungsordnung definiert den Benutzerkreis des Rechenzentrums, das Zulassungsverfahren zur Benutzung des RZ, die Rechte und Pflichten der nutzungsberechtigten Personen, den eventuellen Ausschluß eines Benutzers bei wiederholtem und schwerwiegendem Verstoß gegen die Benutzungs- und Betriebsordnung, die zeitliche Reihenfolge der Auftragsbearbeitung und die Entgeltregelung für Dienstleistungen des Rechenzentrums bei dienstlicher Inanspruchnahme zum Beispiel von anderen Hochschulen.



 

Benutzungsordnung

 

 

§ 6

 

Benutzerkreis

 

(1) Die Mitglieder der Fachhochschule und der Einrichtungen, für die das Rechenzentrum mit        errichtet wurde, können die Leistungen des Rechenzentrums zur Erfüllung ihrer Dienstaufgaben nach § 3 FHG in Anspruch nehmen.

 

(2) Andere Hochschulen des Landes können zu wissenschaftlichen Zwecken oder zur Erfüllung der Aufgaben der Hochschulen des Landes als Benutzer des Rechenzentrums zugelassen werden, sofern hierdurch die Belange der in Absatz 1 genannten Benutzer nicht beeinträchtigt werden. Entsprechendes gilt für die Benutzung des Rechenzentrums durch Mitglieder im Sinne von Absatz 1 für Zwecke der Nebentätigkeit.

Mit Zustimmung des Ministeriums für Wissenschft und Kunst können in Einzelfällen auch andere Personen als Nutzer zugelassen werden.

§ 7


Zulassungsverfahren

 

(1)

Die Benutzung des Rechenzentrums ist beim Leiter des Rechenzentrums zu beantragen. Dabei sind insbesondere der

Nutzungszweck, der voraussichtliche Umfang und die Zeitdauer der Nutzung, die nutzungsberechtigten Personen sowie

der etwaige Leistungsempfänger (Auftraggeber) anzugeben.

 

(2)

Die Bestimmungen der Benutzungsordnung und der Betriebsordnung sind zum Bestandteil der Zulassung sowie zum

Bestandteil der vertraglichen Vereinbarungen zu machen.



§ 8

Rechte und Pflichten

(1)

Die nutzungsberechtigten Personen (Nutzer) haben das Recht, die Einrichtungen, Datenverarbeitungsanlagen und öffentlichen Programmsysteme nach Maßgabe der Zulassung im Rahmen der Benutzungs- und Betriebsordnung zu benutzen sowie die vom Rechenzentrum angebotenen Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

 

(2)

 Die Nutzer sind verpflichtet:

 

         1.  die Vorschriften der Benutzungsordnung und der Betriebsordnung

einzuhalten, insbesondere alles zu unterlassen, was den

ordnungsgemäßen Betrieb im Rechenzentrum stört;

2.  die Geräte, Datenträger und sonstigen Einrichtungen des

     Rechenzentrums sorgfältig und schonend zu behandeln;

ordnungsgemäßen Betrieb im Rechenzentrum stört;

3.  ihre Nutzungsberechtigung auf Verlangen nachzuweisen;

 

4.  Störungen, Beschädigungen und Fehler in Datenverarbeitungsanlagen

und Datenträgern unverzüglich den zuständigen Mitarbeitern des

Rechenzentrums zu melden;

 

5.  in den Räumen des Rechenzentrums sowie bei Inanspruchnahme

seiner Geräte, Datenträger und sonstigen Einrichtungen den

Weisungen des Personals des Rechenzentrums Folge zu leisten;

 

6.  zur Sicherung einer sach- und ordnungsgemäßen Benutzung

der Datenverarbeitungsanlagen dem Leiter des Rechenzentrums

oder dessen Beauftragten auf Verlangen unter Beachtung der

Vertraulichkeit Auskünfte über Programme und benutzte

Methoden sowie Einsicht in die Programme zu gewähren;

 

7.  vor einer Verarbeitung von personenbezogenen Daten dies dem

Rechenzentrum mitzuteilen und - unbeschadet der eigenen

Verpflichtung des Nutzers zum Datenschutz - die vom Rechenzentrum

vorgehaltenen Datenschutz- und Datensicherungsvorkehrungen

zu nutzen;

 

8.  ihre Daten und Programme so zu sichern, daß Schäden durch

einen Verlust bei der Verarbeitung im Rechenzentrum nicht

     entstehen;

 

9.  ihnen bekannt gewordene Informationen über fremde Programme

und Daten nicht ohne Genehmigung weiterzugeben oder selbst zu nutzen.

 

 

§ 9

 

Ausschluß

 

Nutzer, die wiederholt oder schwerwiegend gegen die Benutzungs- oder Betriebsordnung verstoßen oder bei der Benutzung strafbare Handlungen begehen, können zeitweise oder dauernd von der weiteren Benutzung ausgeschlossen werden; über den dauernden Ausschluß entscheidet der Senat. Durch den Ausschluß werden die aus dem Benutzungsverhältnis entstandenen Verpflichtungen des Nutzers nicht berührt. Der Anspruch der Fachhochschule auf das vereinbarte Entgelt bleibt bestehen.

Dem Nutzer stehen Schadenersatzansprüche aufgrund des Ausschlusses nicht zu.

 

 

§ 10

 

Rangstufen, Kontigentierung

 

Die zeitliche Reihenfolge der Auftragsbearbeitung richtet sich nach Art, Umfang und Wartezeit des Auftrages. Ausnahmen hiervon sind im Einzelfall nur zulässig, wenn hierdurch der allgemeine Betrieb des Rechenzentrums nicht gestört wird.

 


 

§ 11

 

Entgeltregelung

 

(1)

Die Dienstleistungen des Rechenzentrums bei dienstlicher Inanspruchnahme werden, unbeschadet der Regelungen in den

Absätzen 2 bis 4, innerhalb der Fachhochschule unentgeltlich erbracht. Besondere Kosten, die zur Durchführung

von einzelnen Aufgaben entstehen, können gesondert berechnet werden.

 

 

(2)

Nehmen Nutzer im Rahmen einer Nebentätigkeit Einrichtungen, Personal oder Material des Rechenzentrums in Anspruch, so sind sie nach den Bestimmungen des zur Zahlung von Nutzungsentgelten verpflichtet.

 

(3)

Für Dienstleistungen des Rechenzentrums an andere Hochschulen des Landes oder für Dienstleistungen im Rahmen einer Dienstaufgabe der eigenen Hochschule, bei der die Hochschule auf Grund von Drittmitteln Dritten gegenüber zu einer Gegenleistung verpflichtet ist (Auftragsforschung), sind die Kosten für Personal, Einrichtungen und Material entsprechend den jeweils geltenden Richtlinien des Finanzministeriums oder des Ministeriums für Wissenschaft und Kunstfestzusetzen und in Rechnung zu stellen. Bei der Auftragsforschung sind Marktpreise zugrunde zu legen, die sich an den Preisen gewerblicher Institute für vergleichbare Rechenarbeiten orientieren.

 

(4)

Für Dienstleistungen des Rechenzentrums im Rahmen einer Dienstaufgabe, die mit Mitteln Dritter ohne Gegenleistung durchgeführt wird, sind die entsprechenden Kosten nach den jeweils geltenden Drittmittelrichtlinien festzusetzen und zu Lasten der Drittmittel zu verrechnen, soweit das Ministerium für Wissenschaft und Kunst keine hiervon abweichende Regelung erlassen hat.

 

 

§ 12

 

Haftung

 

(1)

Die Haftung der Fachhochschule für Bedienstete des Rechenzentrums wird auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Das Rechenzentrum übernimmt keine Gewährleistung für die Richtigkeit der Ergebnisse.

 

(2) Der Nutzer und seine Beauftragten haften für alle aus Anlaß der Benutzung des Rechenzentrums schuldhaft verursachten Schäden. Das gilt insbesondere für Schäden, die durch die Nichtbefolgung der ihnen obliegenden Pflichten, die durch falsche Angaben über die Nutzungsart und den Verbrauch sowie durch die unbefugte Verwendung fremder Identifikationen, geschätzter Daten und geschätzter Programme verursacht werden. Der Schadenersatz ist in Geld zu leisten. Der Nutzer ist verpflichtet, die Fachhochschule von Schadenersatzansprüchen Dritter freizuhalten.