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spotlights 2011: April

 

Helena Benac, Sabrina Essig (Entwurf u. Layout), Fotostudio Scheuring (Fotografie), Hochschule Reutlingen (Copyright)

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Ein halbes dutzend Frühjahrsfakten:

 

April steht für:

  • den vierten Monat im Gregorianischen Kalender
  • den zweiten Monat im Altrömischen Kalender, siehe Aprilis
  • eine Erzählung von Joseph Roth
  • eine französische Versicherungsgruppe, siehe April Group
  • einen weiblichen Vornamen
  • ein Musikstück von Deep Purple
  • eine finnische Rockband

Frühling, auch Frühjahr oder literarisch Lenz ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone.

Der Frühling bezeichnet die Jahreszeit in der die Tageslängen gegenüber den Nachtlängen zunehmen. Der astronomische Beginn des Frühlings wird auf der Nordhalbkugel der Erde um den Zeitraum der Tagundnachtgleiche - es ist genau 12 Std. hell (Tag) und 12 Std. dunkel (Nacht) - zwischen dem 19. und 21. März gesetzt. Er endet um den 21. Juni, der Sommersonnenwende. An diesem Tag ist es genau 16 Std. hell (längster Tag des Jahres) und 8 Std. dunkel (kürzeste Nacht des Jahres). Im Unterschied zum astronomischen wird der meteorologische Frühling auf der Nordhalbkugel den Monaten März, April und Mai zugeordnet. Die Frühjahrstierkreiszeichen sind Widder, Stier und Zwilling.


Wenn sich in der Natur alles regt und zu wachsen beginnt spricht man vom Frühlingserwachen. Die Tage werden länger, die Sonne läßt ihre ersten warmen Strahlen spüren, die Natur lebt auf.
Viele Autoren haben sich seit eh und je mit dem Lenz (literarisch für Frühling) und im Besonderen mit dem Thema Frühlingserwachen auseinandergesetzt. Unzählige Frühlingsgedichte und Liedgut sind im Laufe der letzten Jahrhunderte dazu entstanden und werden noch entstehen.Das folgende Frühlingsgedicht aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe, der auch als Botaniker und Biologe tätig war, beschreibt das Erwachen der Natur in seiner unnachahmbaren Art:

Das Beet schon lockert, sich's in die Höh',
Da wanken Glöckchen, so weiß wie Schnee
Primeln stolzieren, so naseweis,
schalkhafte Veilchen, versteckt mit Fleiß;
Was auch noch alles, da regt und webt,
Genug, der Frühling, er wirkt und lebt.

 

Frühlingsfeste gibt es in vielen Kulturen. Bekannt sind das kurdische Newroz-Fest, das iranische Nouruz-Fest und das chinesische Neujahrsfest. In vielen Kulturen ist das Frühlingsfest zugleich der Jahresbeginn - beispielsweise in allen Ländern Zentralasiens und im indischen Subkontinent.
Das neue Jahr fällt laut chinesischem Kalender in den Frühling. Dieser Termin wird ausgiebig im Chinesischem Neujahrsfest gefeiert. Auch im westlichen Kalender lag der Jahresbeginn ursprünglich im März, was man an den auf die lateinischen Zahlen zurückgehenden Monatsnamen September (septem = sieben), Oktober (octo = acht), November (novem = neun) Dezember (decem = zehn) noch heute ableiten kann.

Wenn im Frühjahr die Tage länger werden, stellt der Körper den Hormonhaushalt um. Es werden verstärkt Endorphin, Testosteron und Östrogen ausgeschüttet. Die Sonne scheint, die Temperaturen werden wärmer, die Kleidung luftiger. Wir bekommen Frühlingsgefühle.  Evolutionsbiologen sind der Meinung, daß dies eine Überbleibsel des geschlechtlichen Jahreszyklus darstellt, wie wir ihn bei vielen Tierarten finden. Für die enthusiastischen Gefühle, wenn wir uns verlieben, sind jedoch Nervenbotenstoffe, die sogenannten Neurotransmitter, verantwortlich:

  • Dopamin macht Liebe rauschhaft, besessen, aufgeregend und begünstig
    die Fixierung auf eine Person.
  • Serotonin wirkt wie ein Rauschmittel. Es steigert die Erregung.
  • Endorphine erzeugen das Glücksgefühl, eine Hochstimmung, wie sie auch
    Marathonläufer kennen.


Viele Menschen erleben im Frühjahr das Gefühl einer allgemeinen Mattig- und Müdigkeit, die sog. Frühjahrsmüdigkeit. Die Reserven an dem Glückshormons Serotonin im Gehirn sind aufgebraucht. Daher kann das unvermindert im Körper vorhandene Schlafhormon Melatonin seine Wirkung besonders gut entfalten. Beim Serotonin handelt es sich um einen sogenannten Botenstoff, der beim Menschen für Stimmungsveränderungen verantwortlich ist. Bei zu wenig Tageslicht nimmt die Serotoninkonzentration im Gehirn ab und die gute Laune schwindet. Zudem fehlen den Zellen und dem Blut auch Vitamin C, Vitamin D, Magnesium und Zink. Dies macht sich bemerkbar in einer allgemeinen körperlichen Leistungsminderung, Abgespanntheit, extremer Müdigkeit und einer geringeren psychischen Reserve.

Quelle: frankfurt-interaktiv.de/specials